CITY SHORTY – LEIPZIG.

KEYFACTS.

Leipzig auf einen Blick

Leipzig: Geldumsatz nach Teilmärkten (Asset- & Share-Deals).

Mit rd. EUR 2,3 Mrd. nahmen bebaute Grundstücke wiederum den größten Anteil am Umsatzvolumen (Asset-Deals) ein, vor Wohn- und Teileigentum, das mit EUR 1,3 Mrd. um 6,8 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat, und Bauland (rd. EUR 262 Mio.). Damit führte die Pandemie im Berichtsjahr 2021 in Leipzig zu einer weiter stark gestiegenen Attraktivität von Investments in Wohnimmobilien.

Der Geldumsatz für Bauland belief sich im Jahr 2021 auf rd. EUR 261,9 Mio. Damit wurde das Rekordergebnis aus dem Vorjahr um rd. 6,5 % (2020: EUR 280 Mio.) knapp verpasst. Der Mittelwert der jüngsten Dekade wurde um rd. 62 % übertroffen. Die Umsätze für unbebaute Gewerbeflächen (Asset, reines Gewerbe) lagen für das Berichtsjahr bei rd. EUR 57,4 Mio. und übertrafen damit das Ergebnis vom Vorjahr um rd. 52 % (2020: EUR 37,7 Mio.).

Leipzig: Der Markt für Büroflächen.

Die Corona-Pandemie hatte 2020 bundesweit die Büromarkt-Rallye gebremst. Mit einem Rekordbüroflächenumsatz von rd. 167.000 m² ließen sich 2021 am Leipziger Büromarkt indessen bereits wieder klare Tendenzen einer zunehmenden Dynamik auf Vor-Corona-Niveau feststellen. Auch das Zehnjahresmittel wurde mit einem Plus von 53 % (Ø 2011 - 2020: 109.500 m²) deutlich überboten. 

Die Knappheit an bedarfsadäquaten Flächen im Leipziger Zentrum führte dazu, dass die gewichtete Spitzenmiete auf EUR 16,50/m² stieg. Von der Knappheit in zentralen Lagen innerhalb des Innenstadt- „Rings“ profitieren die weiteren Bürolagen der Stadt, was auch hier einhergeht mit einem Anstieg der Durchschnittsmieten. Ungeachtet dessen bleibt das allgemeine Mietniveau sowohl aus regionaler wie auch aus bundesweiter Unternehmensperspektive weiterhin durchaus ansiedlungsfreundlich, so dass auch hinsichtlich der Bürokosten die Erfolgsstory der „jungen“ und wachsenden Stadt Leipzig weitergehen kann.

Durch kontinuierliche Flächenabsorption bei fehlendem Nachschub schmolz der Flächenleerstand nochmals von nominell 185.000 m² Ende 2020 (4,8 %) binnen Jahresfrist auf nur noch 170.000 m² (4,4 %) Ende 2021 ab.

Leipzig: Geldumsatz auf dem Wohnimmobilienmarkt (Assets-Deals).

2021 fiel das Handelsvolumen mit Wohnimmobilien auf dem Leipziger Grundstücksmarkt um rd. 1,6 % moderat niedriger aus als im Vorjahr, in dem allerdings ein Rekordwert erreicht wurde. In diesem Segment (unbebaut, bebaut, Wohnund Teileigentum) wurden im Berichtsjahr rd. EUR 2,4 Mrd. umgesetzt. Am deutlichsten steigerte sich der Handel mit Bauland für den individuellen Wohnungsbau (+ 39 % ggü. 2020). Der größte Rückgang ist bei Mietwohnhäusern zu beobachten (- 13 % ggü. 2020). 

Der mittlere Objektpreis lag bei Mehrfamilienhäusern nunmehr bei EUR 2,6 Mio., was eine Steigerung um 6,5 % gegenüber dem Vorjahr darstellt. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern lag der Durchschnittspreis mit EUR 428.000 um 5,7 % über dem Niveau des Vorjahres (2020: EUR 405.000). Wohn- und Teileigentum zogen mit einem Wert von EUR 227.000 ebenfalls um 20 % an.

Die steigende Nachfrage, die sich in den vergangenen Jahren durch das markante Bevölkerungswachstum erhöht hat, und der damit verbundene Anstieg der Haushaltszahlen führen angesichts eines (zu) knappen bedarfsgerechten Angebotes unweigerlich zu einer Erhöhung des Grundstücks-, Miet- und Kaufpreisniveaus. Inzwischen liegt die stadtweite Angebotsmiete für Bestands- und Neubauwohnungen im Mittel bei rd. EUR 9,80/m²; im Neubausegment werden Mietpreise von durchschnittlich EUR 11,90/m² aufgerufen. Dieser Trend wird sich nach Analysen von Aengevelt Research in der näheren Zukunft jedoch lediglich bei Bestandsimmobilien weiter fortsetzen.

KONTAKT.

Ullrich Müller

Niederlassungsleiter Leipzig