Belebung des Wohnungsbaus erwartet.

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Belebung des Wohnungsbaus erwartet.

DIP-Partner Aengevelt Immobilien erwartet nach dem Einbruch der Fertigstellungszahlen im Jahr 2025 vor dem Hintergrund des Anstiegs der Baugenehmigungen und der Qualifizierung des Bauüberhangs eine erste Belebung des Wohnungsneubaus 2026/2027.

Soeben veröffentlichte das Statistische Bundesamt, dass die Zahl der neu geschaffenen Wohnungen im Jahr 2025 mit 206.600 Einheiten den niedrigsten Wert seit 2012 erreichte. Damit war der Wohnungsbau bereits im zweiten Jahr in Folge rückläufig. Dabei erstecken sich die Rückgänge der Fertigstellungen über alle Nutzungssegmente: Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sind es -23,3 % gegenüber dem Vorjahr, bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern -18,9 %, bei Wohnungen in Nichtwohngebäuden -31,8 % und bei Wohnheimen -15,9 %. Dem negativen Trend bei den Fertigstellungen stehen indessen positive Entwicklungen bei den Baugenehmigungen gegenüber, deren Zahl in 2025 binnen Jahresfrist um 10,6 % auf 238.100 Wohneinheiten anstieg und damit die Zahl der fertiggestellten Wohnungen übertraf. Im ersten Quartal des Jahres 2026 stieg die Zahl der Baugenehmigungen nochmals um 14,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal, so dass bei Trendfortsetzung für das Gesamtjahr bis zu 270.000 Baugenehmigungen erwartet werden können.

Der Bauüberhang, das sind bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen, belief sich zum Jahresultimo 2025 auf 760.700 Wohnungen. Davon befanden sich 307.200 Wohnungen bereits im Bau. Nach Berechnungen von Aengevelt werden 90 % der genehmigten Wohnungen auch fertiggestellt, was einen Rückgang der Realisierungsquote gegenüber den Vorjahren darstellt. Zugleich hat sich die Abwicklungsdauer von der Genehmigung bis zur Fertigstellung auf 27 Monate verlängert; im Jahr 2020 lag sie noch bei 20 Monaten. Ein Anstieg der Genehmigungszahlen schlägt sich demnach also erst mit einer Zeitverzögerung von zwei bis drei Jahren in der Fertigstellungsleistung nieder.

Aufgrund des gegenwärtigen Bauüberhangs und der gestiegenen Genehmigungszahlen ist nach weiteren Berechnungen von Aengevelt zu erwarten, dass sich die Zahl der Baufertigstellungen im Jahr 2026 wieder auf 250.000 bis 280.000 Wohneinheiten steigern wird. In den Jahren 2027 und 2028 ist mit weiter steigenden Neubauleistungen zu rechnen, so dass die Marke von 300.000 Wohneinheiten sogar überschritten werden könnte.

Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter Aengevelt Immobilien: „Die offiziellen Fertigstellungszahlen des Jahres 2025 reflektieren beileibe nichts Gutes. Die erfreuliche Entwicklung bei den Baugenehmigungen lässt indessen erwarten, dass es in den nächsten Quartalen wieder aufwärts geht. Gleichwohl zeigen auch die negativen Rekordwerte bei der Bauzeit und bei der Quote der nicht realisierten Projekte, dass die Rahmenbedingungen für den Bau neuer Wohnungen unverändert sehr schwierig sind. Das liegt auch an den ideologisch beeinflussten Rahmenbedingungen sowie an der unzureichenden Ausweisung von bedarfsgerechtem Bauland und den kostentreibenden regulativen Auflagen.“

Thomas Glodek

Leiter Öffentlichkeitsarbeit