Magdeburg, 10 Januar 2001

Bilanz der AENGEVELT IMMOBILIEN KG auf dem Magdeburger Neujahrsempfang:

Der Magdeburger Immobilienmarkt hat Zukunft!

Auf dem traditionellen Magdeburger Neujahrsempfang der AENGEVELT IMMOBILIEN KG am 10. Januar 2001 zog Dr. Wulff Aengevelt vor über 100 Gästen Bilanz für das Immobilienjahr 2000 der Region Magdeburg und stellte die aktuellen Trends für 2001 vor.


Der Markt für Büroflächen in Magdeburg

Flächenumsatz*, Angebotsreserve und Spitzenmiete
*Vermietung plus Eigennutzer

 

Der Magdeburger Markt für Büroflächen

"2000 war ein sehr erfolgreiches Jahr," kommentiert Dr. Wulff Aengevelt das rege Umsatzgeschehen am Magdeburger Büromarkt. So wurden hier im letzten Jahr mit rd. 41.000 m² über 60% mehr Büroflächen als im Vorjahr umgesetzt (1999: ca. 25.000 m²). Gleichzeitig reduzierte sich die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve auf rd. 145.000 m² Bürofläche - das sind etwa 15% des Gesamtbestandes - während sich der Sockel alter Fläch-enbestände, die ohne Komplettsanierung/-modernisierung nicht mehr marktfähig sind, prognosegemäß deutlich erhöht hat.

AENGEVELT erzielte 2000 einen herausragenden Marktanteil von über 40% an den gesamten Maklervermittlungen. Zu den Highlights zählten dabei u.a. die Vermittlung von rd. 3.500 m² Bürofläche in "Magdeburg-Stadtfeld" an eine private Bildungseinrichtung sowie ca. 1.100 m² am "Damaschkeplatz" an die Anstalt für Altlastenfreistellung.

Zu den Schwerpunkten des neuen Jahres zählt der Exklusivauftrag zur Vermietung des Büro- und Geschäftshausneubaus der NordLB mit insgesamt rd. 20.000 BGF am "Domplatz".

Auch für das laufende Jahr prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH einen weiterhin regen Büroflächenumsatz. Dabei wird der Angebotssockel weiter auf ca. 125.000 m² bzw. 13% des Gesamt-bestandes abschmelzen.

Bei den in den letzten Jahren rückläufigen bis stagnierenden Mietpreisen setzt sich die Konsolidierung fort: So wird beispielsweise die Spitzenmiete etwa auf Vorjahresniveau (DM 19,-/m²) erwartet.

Der Magdeburger Markt für Immobilieninvestments

Während sich Kapitalanleger im Bereich "Büro- und Geschäftshäuser" auf ausgesuchte Top-Objekte in der City konzentrierten, stellt sich die Situation im Bereich der Wohnimmobilien anders dar: Ungeachtet des Wegfalls der erhöhten Sonderabschreibung verzeichnet AENGEVELT-RESEARCH eine rege Nachfrage sowohl lokaler als auch überregionaler Investoren und Bestandsentwickler nach Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen. Dazu gehören insbesondere unsanierte, z.T. denkmalgeschützte Wohnungsbestände aus den 30er Jahren in bevorzugten Wohnlagen. Hier vermittelte AENGEVELT im abgelaufenen Geschäftsjahr über 1.000 Wohnungen aus Genossenschafts- bzw. städtischen Beständen mit einer Gesamtwohnfläche von mehr als 50.000 m².

Aufgrund der Nachfrage zogen die Kaufpreise für unsanierte Wohnimmobilien bereits leicht an. Aktuell bewegen sie sich nach Beobachtungen von AENGEVELT-RESEARCH zwischen DM 450,- bis DM 600,-/m² Wohnfläche, in ausgewählten Lagen sogar deutlich darüber (1999: DM 400,- und 500,-/m²). Nach bedarfsgerechter Sanierung werden im Wege der Wohnungsprivatisierung Kaufpreise zwischen DM 2.000,- und 2.700,-/m² erzielt. Das bietet Investoren und Entwicklern attraktive Verzinsungen und Gewinnmargen.

Angesichts nachhaltiger und deutlich steigerbarer Renditen von anfänglich 5 bis 6 Prozent sind solche Wohnanlagen bei gleichzeitig hoher Ertragssicherheit aufgrund entsprechender Mieternachfrage aber auch als langfristige Kapitalanlage für Investoren von großem Interesse. Die gegenwärtig noch moderaten Mieten zwischen DM 8,50 und 10,50/m² Wohnfläche bieten mittelfristig noch deutliche Steigerungspotentiale bieten.

Die Privatisierung von Wohnungsbeständen stellt neben klassischen Immobilieninvestments auch 2001 einen der Vermarktungsschwerpunkte des Hauses AENGEVELT dar. Allerdings wird das Angebot entsprechend qualifizierter Wohnungsbestände zunehmend kleiner. Und das bedeutet für Investoren und Entwickler zweierlei: für ein erfolgversprechendes Investment bzw. Engagement in diesem Segment wird die Auswahl langsam knapp – und: Offerten sollten sorgfältig geprüft werden.

Der Magdeburger Markt für Einzelhandelsflächen

Die Stimmung des Magdeburger Einzelhandels ist positiv. Das bestätigen Umsatz- und Besucherzuwächse in den Citylagen rund um das Allee-Center. Der Kaufkraft-Rückfluss von Standorten auf der "grünen Wiese" verläuft parallel zum weiteren gezielten Umbau der Innenstadt. Hierzu zählt insbesondere die Revitalisierung der Fußgängerzone im Nordabschnitt "Breiter Weg", wo die Neu- und Umbauten des ersten Bauabschnitts (Westseite) abgeschlossen sind und AENGEVELT durch Festlegung eines bedarfsadäquaten Branchenmix bereits vor Fertigstellung die Vollvermietung der insgesamt rund 11.000 m² Einzelhandelsfläche sicherte. Damit zeichnet sich für die nördliche Altstadt eine deutliche Attraktivitätssteigerung und Entwicklung zu einer soliden 1b-Geschäftslage ab.

Weiteres Highlight war die Vermietung von rd. 2.200 m² Einzelhandelsfläche durch AENGEVELT im "Neuen Schlachthofquartier" an einen Möbelanbieter.

In 2001 liegt der Tätigkeitsschwerpunkt des Hauses AENGEVELT auf der Exklusivvermietung des insgesamt rd. 12.000 m² Verkaufsfläche umfassenden 2. Bauabschnitts der Westseite des Nordabschnitts "Breiter Weg" und der Ladenlokale des Büro- und Geschäftshausneubaus der NordLB am "Domplatz".

Die Mietpreise für Einzelhandelsflächen stellen sich in Magdeburg weitgehend stabil zum Vorjahr auf aktuell DM 90,- bis 110,-/m² in 1a-Lagen. In 1b-Lagen werden zwischen DM 35,- und 45,-/m² erzielt.

Der Magdeburger Markt für Privatimmobilien

AENGEVELT verzeichnete 2000 eine stabile Nachfrage nach Reih-enhäusern bzw. Doppelhaushälften. Gleichzeitig steigt im Zuge der stufenweisen Angleichung der Einkommen an das westdeutsche Niveau der Anteil der sogenannten "Schwellenhaushalte" (monatl. Nettoeinkommen mind. DM 4.000,-) an den Privathaushalten in Magdeburg weiter. Zusammen mit der vergleichsweise immer noch niedrigen Wohneigentumsquote von 13% ergeben sich hieraus auch für 2001 sehr gute Perspektiven für die Eigentumsbildung und damit den Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie selbstgenutzte Eigentumswohnungen.

Für das neue Jahr zieht Aengevelt das Fazit: "Magdeburg bietet aufgrund seiner idealen Infrastruktur sehr gute Chancen für die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Etablierung stabiler Immobilienmärkte. Die positive Entwicklung im Call-Center-Bereich zählt mit der Ansiedlung hochkarätiger Unternehmen wie z.B. der walterTelemedien GmbH, dem Bosch Telecom Service Center, dem Otto Versand Kundencenter und dem Quelle Call Center zu den weiteren Erfolgsbelegen. Zudem verleiht die Funktion als Lan-deshauptstadt von Sachsen-Anhalt Magdeburg auch zukünftig flankierende Schubkraft.