Leipzig, 11. Januar 2000

Bilanz der AENGEVELT IMMOBILIEN KG auf dem
Leipziger Neujahrsempfang:


Leipzig - Chance im Wandel

Auf dem traditionellen Leipziger Neujahrsempfang der AENGEVELT IMMOBILIEN KG am 11. Januar 2000 zog Dr. Wulff Aengevelt vor 150 Gästen Bilanz für das Immobilienjahr 1999 der Region Leipzig und stellte die aktuellen Trends für 2000 vor.
In seiner Festansprache informierte der Rektor der Hochschule für Musik und Theater, Prof. Dr. Christoph Krummacher, außerdem die Zuhörer über Aktivitäten und Entwicklungen seines Hauses und erläuterte die Fortschritte beim Anfang April kommenden Jahres zur Eröffnung anstehenden Konzert- und Theatersaal.
AENGEVELT dankte seinen Freunden und Kunden für die gute Zusammenarbeit und ihre großzügige Unterstützung der Spendenaktion für das Bauvorhaben. Mit dem überreichten Spendenscheck an den "Freundeskreis der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn e.V." stellt sich der bislang gesammelte Betrag auf über 800.000 DM. "Bis zur Eröffnung werden noch 200.000 DM benötigt," appellierten Krummacher und Aengevelt an die Leipziger und baten eindringlich um weiteres Engagement.

Der Leipziger Büromarkt
"Der Markt für Büroflächen in der Region Leipzig befindet sich weiterhin in einer Konsolidierungsphase." kommentiert Dr. Wulff Aengevelt den 1999 erzielten Büroflächenumsatz von rd. 65.000 m2 (Vorjahr: ca. 105.000 m2).
Das Mietniveau hat sich indessen stabilisiert: so werden in der City im Durchschnitt ca. DM 15,-/m2, am Cityrand rd. DM 13,-/m2 und in dezentralen Lagen rd. DM 11,50/m2 erzielt. Das Spitzenmietniveau stellt sich aktuell auf DM 19,-/m2.
Die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve stellt sich auf rd. 820.000 m2 bzw. rd. 24,8% des Gesamtbestandes. Für dieses Jahr prognostiziert AENGEVELT eine beginnende leichte Reduzierung der Angebotsreserve.

AENGEVELT erreichte 1999 mit einer Vermietungsleistung von rd. 17.500 m2 Bürofläche einen herausragenden Marktanteil an den gesamten Maklervermittlungen von ca. 50%.
Zu den hervorzuhebenden Erfolgen zählte dabei u.a. die Vermittlung von rd. 2.300 m2 Bürofläche im "Seemann Karree" an die Stadt Leipzig, ca. 1.800 m2 an die Universität Leipzig in der City-Nord sowie rd. 1.000 m2 an das Bildungszentrum des sächsischen Handels im "Center Torgauer Platz". Zudem begleitete AENGEVELT die Neu-Ansiedlung der Komm Strom AG in Leipzig und besondere Freude bereitete den Immobilienprofis die Vermittlung von rd. 700 m2 Bürofläche im "Barthels Hof", einer der schönsten sanierten Immobilien der Innenstadt.

"Für das Jahr 2000 erwarten wir einen stagnierenden Büroflächenumsatz," resümiert Aengevelt. Dies ist vor allem auf mangelnde Großabschlüsse über 5.000 m2 Bürofläche zurückzuführen. Hintergrund ist das Fehlen größerer Nachfragergruppen hinsichtlich Flächenexpansionen. Zudem sind Neu-Ansiedlungen von Unternehmen in der Region nach wie vor nur vereinzelt zu beobachten.
"Mittelfristig rechnen wir mit einer Steigerung des Vermietungsvolumens und eine Zunahme unserer eigenen Vermittlungsleistung, zumal Teile der Maklerkonkurrenz sich schon vor Jahren oder jüngst aus der Stadt abmeldeten. Zudem sind auf Sicht positive Einflüsse von Leipzig als Medien- und Messestadt sowie dem neuen Güterverkehrszentrum (GVZ) Leipzig zu erwarten. Die hier zur Verfügung stehenden Büro- und Gewerbeflächen bieten insbesondere der stark wachsenden und mit neuen Anforderungen konfrontierten Logistik-Branche optimale Voraussetzungen hinsichtlich Arbeits- und Zeitkontingenten, Infrastruktur und Drittverwendungsfähigkeit ihrer Immobilie."
Entsprechend sieht AENGEVELT hier gute Chancen für Standortentscheidungen überregionaler Unternehmen. Als Beispiel nennt Aengevelt die Ansiedlung von "Porsche". Das Unternehmen erwarb in direkter Nachbarschaft zum GVZ ein ca. 40 ha großes Grundstück und errichtet hier einen Standort zur Teilproduktion und -Montage von Porsche-Geländewagen. Dies wiederum zieht Zuliefererbetriebe an und verleiht auch dem Bürostandort Leipzig neue Impulse.

Der Leipziger Markt für Immobilieninvestments
Das Angebot an klassischen Investmentprodukten ist in Leipzig gegenwärtig ausgesprochen rar. Das Verkaufsgeschehen konzentriert sich vorrangig auf Liegenschaften mit hohem Entwicklungspotential. Dazu zählte 1999 vor allem der Verkauf eines Objektes im 8-stelligen Wertbereich mit einer Grundstücksgröße von ca. 41.000 m2 und rd. 21.500 m2 Nutzfläche auf dem "Alten Messegelände" durch AENGEVELT an einen privaten Investor. Dieser plant hier die Errichtung bzw. den Ausbau der ehemaligen Messehallen zu einem modernen Handels- und Entertainmentkomplex. Ein weiteres Highlight war die Verkaufsvermittlung eines ca. 2.100 m2 großen Grundstücks an ein Unternehmen des Assekuranzbereichs. Es errichtet hier ein 3- bis 5-geschossiges Bürogebäude mit ca. 4.800 m2 BGF als neuen Sitz der Geschäftsstelle.
Im Exklusivauftrag vermarktete AENGEVELT außerdem im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung eine Liegenschaft der Leipziger Verkehrsbetriebe mit einer Grundstücksfläche von ca. 15.400 m2 in bester City-Lage. Hier entsteht in Kürze in Abstimmung mit dem Leipziger Stadtteilkonzept unter Einbeziehung der denkmalgeschützten Altbausubstanz ein modernes Stadtteilzentrum mit ca. 5.000 m2 Netto-Verkaufsfläche.

Fazit 2000:
AENGEVELT prognostiziert für Leipzig ein anhaltend knappes Angebot klassischer qualifizierter Investmentobjekte. Gleichzeitig bietet Leipzig Investoren die Möglichkeit, zu vergleichsweise günstigen Preisen in den Markt einzusteigen und damit mittelfristig das hohe Wertentwicklungspotential der hiesigen Immobilien auszuschöpfen. Intelligentes antizyklisches Anlageverhalten wird sich auszahlen. In diesem Zusammenhang registriert AENGEVELT das Interesse ausländischer Investoren, die von den Perspektiven der dynamischsten Wachstumsregion der Neuen Bundesländer überzeugt sind.

Der Leipziger Markt für Einzelhandelsflächen
Der Markt für Einzelhandelsflächen befindet sich noch in der Konsolidierungsphase. Zwar gaben die zuletzt bis auf den Sonntag ausgedehnten Ladenöffnungszeiten deutliche Umsatzimpulse, insbesondere in der historischen Altstadt. Trotzdem ist das Umsatzniveau in den 1a- und 1b-Lagen deutlich niedriger als in vergleichbaren Städten Wetsdeutschlands.
Deshalb zeigt die Mietentwicklung weiterhin leicht nach unten. Die Mietpreisspanne für kleinteilige Verkaufsflächen (<100 m2) stellt sich in 1a-Lagen aktuell auf DM 80,- bis 130,-/m2, in 1b-Lagen auf DM 30,- bis 50,-/m2.

Leipzig ist auch 2000 durch eine partielle Überversorgung mit dezentralen Einzelhandelskonzentrationen gekennzeichnet. Hierdurch bleibt die Wettbewerbssituation in zahlreichen Neben- und Randlagen angespannt. Die Folge sind zahlreiche Geschäftsaufgaben, weiter sinkende/stagnierende Mietpreise und längere Leerstände. Größere innerstädtische Flächenzuwächse zeichnen sich erst für 2001 ab. Dazu zählen die dann voraussichtlich fertiggestellten "Burgplatzpassagen" und zu einem späteren Zeitpunkt das Projekt "Galeria Kaufhof", für das im Herbst 1999 die Baugenehmigung erteilt wurde.

Der Leipziger Markt für Privatimmobilien
Das Segment Privatimmobilien, insbesondere im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser, bietet in Leipzig aufgrund der immer noch niedrigen Eigentumsquote von ca. 8% (z.Vgl. Magdeburg: ca. 13%) sowie der zügigen Ausweisung neuer Standorte für den Eigenheimbau auch in diesem Jahr gute Wachstumschancen. Indessen ist Leipzig von einer anhaltenden Abwanderung ins Umland gekennzeichnet. Hier gilt es, durch geeignete Maßnahmen in den innerstädtischen Quartieren ein adäquates Umfeld mit verbesserter Wohnqualität zu schaffen und dem Fortzug entgegenzuwirken.

Für das neue Jahr zieht Aengevelt das Fazit:
"Leipzig bietet langfristig gute Chancen für ein überdurchschnittliches Wachstum in wichtigen Wirtschaftsbereichen. Dafür spricht nicht nur die zügige Realisierung einer Reihe wichtiger, seit Jahren bekannter Vorhaben, wie z.B. der Ausbau Leipzigs als Medienzentrum (mdr-Hauptsitz), sondern auch aktuelle Investitionsentscheidungen wie die von "Porsche". Hiervon werden auch wichtige positive Impulse für den Immobilienmarkt der Region ausgehen."


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