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Berlin, 03. Mai 2001
AENGEVELT-RESEARCH:
Der Markt für Privatimmobilien in der Region Berlin-Potsdam bleibt spannend
Grafiken
zu den Berliner Privatimmobilien
Der Berliner Markt für private Immobilien hat sich
in den letzten Jahren wie von AENGEVELT-RESEARCH prognostiziert sehr
dynamisch entwickelt. Dabei erzielten 1998 die Segmente Ein- und Zweifamilienhäuser
(ca. DM 1,66 Mrd.) und Wohn-/Teileigentum (über DM 5 Mrd.) zusammen
einen Rekordumsatz von rd. 6,7 Mrd. DM. Ging das Transaktionsvolumen
1999 bereits deutlich auf DM 5,2 Mrd. zurück, wurde in 2000 nach
vorläufigen Angaben mit rd. DM 4,4 Mrd. ein nochmals 15%
unter dem Vorjahr liegender Wert erzielt. Dabei zeigte sich der Markt
indessen wie bereits im Vorjahr zweigeteilt: Während der Bereich Ein-
und Zweifamilienhäuser mit einem Geldumsatz von DM 1,59 Mrd.
an das Vorjahresniveau (1999: DM 1,68 Mrd.) anschließen konnte, ging
der Geldumsatz im Bereich Eigentumswohnungen nochmals um 20%
auf DM 2,8 Mrd. zurück. Grundsätzlich herrscht aufgrund der geringen
Wohneigentumsquote in Berlin (ca. 12%) großer Nachholbedarf zur Bildung
von Wohneigentum. Hauptkäufergruppe sind neben jüngeren, in Berlin
ansässigen Familien, die erstmals den Schritt aus der Mietimmobilie
ins Eigentum vollziehen (Schwellenhaushalte) gut verdienende Einzelpersonen
("singles") und "Dinki"-Haushalte (double income, no kids).
Ein- und Zweifamilienhäuser
Die Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern in der Region Berlin
war auch 2000 groß:
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So wurden im letzten Jahr
rd. 6.500 Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft, davon rd.
2.500 in Berlin (1999: 2.700). Gleichzeitig stieg in Berlin
der Flächenumsatz von ca. 187 ha auf 222 ha, das Verkaufsgeschehen
verlagerte sich tendenziell weiter in Richtung größerer Wohnbaugrundstücke.
Trotz eines Rückgangs der Verkaufsfälle in der Region um insgesamt
rd. 1.000 gegenüber 1999 ist dies dennoch eine beeindruckende Zahl
und spricht für die unverändert hohe Nachfrage und Dynamik in diesem
Segment. |
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Anfang 2001 stellt
sich der mittlere Preis für Einfamilienhäuser in der Region
Berlin auf ca. DM 459.000,- und liegt damit etwa 7%
unter dem Vorjahreswert von ca. DM 495.000,-. Der relativ stärkste
Preisrückgang war dabei in Berlin-West zu verzeichnen, wo Anfang
2001 das mittlere Preisniveau mit ca. DM 595.000,- nahezu 9% unter
dem Vorjahreswert (ca. DM 650.000,-) lag. Auch im Berliner Umland
reduzierte sich der ermittelte Wert im Vorjahresvergleich um rd.
3% auf DM 382.000,- ( DM 389.000,-).In Berlin-Ost hat sich dagegen
der mittlere Preis von ca. DM 415.000,- um rd. 3% auf ca. DM 429.000,-
erhöht. |
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Bei der Angebotsstruktur
ist festzustellen, dass sich der Anteil der Neubauangebote
gegenüber dem Vorjahr Anfang 2001 deutlich auf gut ein
Drittel erhöht hat. Im Vorjahr waren es erst ca. 28%. Insbesondere
in Berlin-West stieg der Anteil von gut 10% auf über 21%. Der Schwerpunkt
der Neubauangebote liegt aber mit rd. 56% nach wie vor im Berliner
Umland. |
Prognose AENGEVELT-RESEARCH:
Auch in den nächsten Jahren wird die starke Nachfrage nach Ein- und
Zweifamilienhäusern unverändert anhalten. Gleichzeitig besteht ein ausreichendes
Angebot an Bestands- und neuen Objekten. Hierdurch bleiben die Rahmenbedingungen
des Marktes käuferfreundlich.
Eigentumswohnungen
1998 lag der Umsatzschwerpunkt im Bereich der Eigentumswohnungen
noch in Bestandsobjekten, die von Bauträgern modernisiert und zumeist
fremdvermietet an Kapitalanleger veräußert wurden. Nach Auslaufen der
Sonder-AfA verstärkte sich ab Anfang 1999 der Erwerb durch Eigennutzer.
Dieser Trend setzte sich in 2000 fort:
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Entsprechend sank die Zahl
der Kauffälle in 2000 mit knapp 11.300 nochmals
deutlich um 23% gegenüber dem Vorjahr (1999: 14.600). |
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Anfang 2001 lag das
mittlere Preisniveau für Neubau-Eigentumswohnungen in der
Region Berlin mit rd. DM 4.550,-/m² nahezu 16% höher als
im Vorjahr (DM 4.230,-/m²). Differenziert nach Teilräumen stellt
sich dabei das mittlere Preisniveau in Berlin-West aktuell auf DM
5.330,-/m². Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Preisanstieg
um ca. 18% (Anfang 2000: rd. DM 4.510,-/m²). Auch in Berlin-Ost
ist der mittlere Preis deutlich von DM 4.240,-/m² gestiegen und
liegt aktuell bei DM 4.500,-/m². Im Umland gaben die Preise indessen
nochmals um 5% nach und stellen sich aktuell auf DM 3.730,-/m² (Anfang
2000: DM 3.920,-/m²). |
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Das mittlere Preisniveau
für modernisierte Eigentumswohnungen in Bestandsobjekten lag
Anfang 2001 in der Region Berlin mit ca. DM 3.670,-/m²
nahezu 5% über dem Vorjahreswert (DM 3.510,-/m²). In
Berlin-West gab der Preis indessen mit rd. DM 3.310,-/m² wieder
deutlich um 7% nach. In Berlin-Ost zog der mittlere Preis dagegen
stark an: von rd. DM 3.500,-m² im Vorjahr um ca. 10% auf aktuell
ca. DM 3.850,-/m². Hier wird dieser positive Preistrend vor allem
von der starken Konzentration der Angebote auf Mitte und Prenzlauer
Berg getragen, die zu den begehrtesten Lagen in diesem Marktsegment
zählen. |
Prognose AENGEVELT-RESEARCH:
Die Nachfrage nach bedarfsgerechten Eigentumswohnungen seitens Eigennutzer
wird in den nächsten Jahren angesichts der immer noch geringen Wohneigentumsquoten
anhalten. Damit einher geht ein deutlicher Trend zu größeren Wohnungen,
insbesondere in anspruchsvoll modernisierten Altbauten in guten innerstädtischen
Lagen. Dabei kommt es gerade in dem Segment der modernisierten Eigentumswohnungen
zu einer Neu- und Umbewertung von Lagen, wie z.B. in Prenzlauer Berg.
Insgesamt konzentriert sich die Nachfrage zunehmend auf die bereits
etablierten oder entwicklungsträchtigen innerstädtischen Wohnlagen in
Berlin. Als neue Nachfragergruppe treten in wachsender Zahl auch Zweitwohnungskäufer
und unter Altersvorsorgegesichtspunkten auch wieder Kapitalanleger auf.
Das Kaufinteresse wird bei letzteren vor allem von der Höhe des Wertentwicklungspotentials
und der rentierlichen Vermietung der Immobilie bestimmt.
Fazit:
Der Wohnungsmarkt in der Region Berlin befindet sich in einer Übergangsphase
zu einem neuen Marktzyklus. Den wachsenden Ansprüchen der Nachfrager
steht ein zwar quantitativ relativ großes Angebot gegenüber, das in
vielen Teilmärkten allerdings in einem zunehmend geringeren Tempo erneuert
wird. Die Neubautätigkeit ist aufgrund widriger Rahmenbedingungen auch
zukünftig weiter rückläufig. Der Berliner Wohnungsmarkt ist gegenwärtig
insgesamt noch entspannt, zeigt aber immer stärker Merkmale einer tendenziellen
Angebotsverknappung in insbesondere gefragten Teilmärkten. Belege dafür
sind z.B. deutlich anziehende Mietpreise für Neubau-Erstbezugswohnungen
sowie modernisierte Altbauwohnungen in Berlin-West. Insgesamt ergeben
sich hieraus gute Entwicklungsperspektiven für den Markt für Privatimmobilien,
und ... es bleibt spannend.
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