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Berlin, 10 Januar 2002
Bilanz der AENGEVELT IMMOBILIEN KG auf dem Berliner Neujahrsempfang
2002:
Berlin - Perspektiven des größten deutschen Immobilienmarktes
Während des diesjährigen traditionellen Berliner
Neujahrsempfangs der AENGEVELT IMMOBILIEN KG am 10. Januar 2002 zog
Dr. Wulff Aengevelt vor 300 Gästen Bilanz für das Immobilienjahr 2001
der Bundeshauptstadt und stellte die aktuellen Trends für 2002 vor.
Die Festansprache hielt der Wirtschaftsexperte Dr. Günter Rexrodt (MdB).
Er erläuterte u.a. die wirtschaftlichen Perspektiven der Region Berlin-Brandenburg,
der Bundesrepublik Deutschland und der EU nach Einführung des EURO.
AENGEVELT dankte Freunden und Kunden für großzügige Unterstützung beim
Sponsoring sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen
und garnierte das Versprechen zur Fortsetzung der seit zehn Jahren vorgenommenen
Förderung der "Brandenburgischen Sommerkonzerte" noch mit einem Spendenscheck
an die Initiative für chronisch kranke Kinder und deren Eltern "Icke
in Buch e.V." unter Schirmherrschaft von Monika Diepgen
Der Berliner Markt für Büroflächen:
"Der Verlauf des Berliner Büromarktgeschehens im Jahre 2001 spiegelt
die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wider," so die Bilanz
von Dr. Wulff Aengevelt: Übertraf der Berliner Büromarkt mit einer Absatzleistung
von rd. 165.000 m² im ersten Halbjahr 2001 noch das Vorjahresniveau
(1.HJ 2000: rd. 160.000 m²), fiel der Büroflächenumsatz für das
Gesamtjahr mit ca. 433.000 m² rd. 17% unter den Vorjahreswert
(520.000 m²). Dabei gehörten Unternehmen der "new economy" nach
Analysen von AENGEVELT-RESEARCH mit einem Anteil von 33,5% an den
Büroflächenumsätzen (2000: ca. 32%) unverändert zu den Hauptnachfragern.
Banken und Finanzdienstleister spielten mit einem in 2001 deutlich
rückläufigen Marktanteil von 7,4% (2000: 14%) dagegen nur eine
untergeordnete Rolle. Diese "Nachfrage-Zurückhaltung" ist u.a. auf bereits
erfolgte bzw. geplante Unternehmensfusionen in der Branche zurückzuführen.
Entsprechend wird diese Entwicklung analog dazu auch in Frankfurt in
Form von Flächenabbau bzw. -zusammenlegungen und damit einer zurückgehenden
Nachfrage einsetzen - hier allerdings erst mit Verzögerungen in diesem
und im nächsten Jahr. Dagegen waren 2001 Banken und Finanzdienstleister
in Frankfurt mit einem Anteil von 46,3% am Büroflächenumsatz zunächst
noch Hauptnachfragegruppe.Der Bereich der öffentlichen Hand, Verbände
und anderer Organisationen ohne Erwerbszweck erlangte in Berlin
mit einer Umsatzquote von rd. 22% wieder eine deutlich größere Bedeutung
im Vergleich zum Vorjahr (12%). Auch unternehmensbezogene Dienstleister
gehörten mit 22,3% des Flächenumsatzes (2000: 23%) zu den wichtigsten
Nachfragegruppen in Berlin.
AENGEVELT behauptete 2001 in der Bundeshauptstadt eine Quote
von rd. 20% an den gesamten Maklervermittlungen. Dazu zählten
hochwertige Großabschlüsse wie z.B. ca. 2.700 m² Bürofläche im "Neuen
Kranzler Eck" an "Cap Gemini Ernst & Young", eines der weltweit
größten Unternehmen für Managementberatung und IT-Dienstleistung, rd.
3.500 m² im Bereich des "Hackeschen Marktes" an die Telekom-Tochter
"T-Online" sowie rd. 4.000 m² in "Schöneberg" an eine der größten
deutschen Aktiengesellschaften.
Vermittlungsschwerpunkt für 2002 werden im Exklusivauftrag die Vermietung
der Büroflächen des "Beisheim Centers" am Potsdamer Platz sein
sowie zahlreiche Beratungs- und Desinvestitionsaufträge, oftmals im
Rahmen von Standortoptimierungen und -beschaffungen. Die kurzfristig
verfügbare Angebotsreserve stellt sich Anfang 2002 auf rd.
1,25 Mio. m² Bürofläche und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr
deutlich um rd. 14% reduziert. Dies entspricht einer Leerstandsquote
von etwa 7,2% des aktuellen Büroflächenbestandes von ca. 17,4
Mio. m². Ende 2000 waren es noch rd. 8,4% bzw. 1,45 Mio. m² Bürofläche.
Hier ist allerdings anzumerken, dass 30-50% des Angebotes infolge von
Qualitätsdefiziten nicht mehr markttüchtig , aber statistikrelevant
sind.
Die realisierten gewichteten Spitzenmieten gaben im Vorjahresvergleich
von ca. 30,70 €/m² um rd. 8% auf aktuell ca. 28,10 €/m² nach.
Das mittlere Mietniveau in den Citylagen stellt sich dagegen
mit rd. 22,00 €/m² stabil auf Vorjahresniveau (+ 1,1%). Zu den
Bereichen, in denen diese Mieten in Berlin erzielt werden, gehören auch
die Bürolagen in der historischen Mitte sowie am Potsdamer Platz.
Das mittlere Mietniveau in der City-West beläuft sich Anfang
2002 auf ca. 17,90 €/m². Damit zogen hier die Mieten im Vorjahresvergleich
um gut 9% an, womit sich die Schere zu den erzielbaren Mieten im Kernbereich
von "Mitte" deutlich verringerte. In den Cityrandlagen gaben
die mittleren Mieten um ca. 8% auf rd. 13,80 €/m², in den äußeren
Berliner Bürolagen um knapp 5% auf ca. 9,70 €/m² nach.Für
2002 geht AENGEVELT-RESEARCH von einer Belebung des Marktgeschehens
am Berliner Büromarkt aus und prognostiziert einen wieder steigenden
Büroflächenumsatz von rd. 450.000 m². Dabei zeichnet sich
für 2002 eine Stabilisierung der Mietpreise - insbesondere der
gewichteten Spitzenmieten - ab bei einer gleichzeitig weiteren Annäherung
des mittleren Mietpreisniveaus in der City-West an die erzielbaren Mieten
im Citybereich von Mitte.
Der Berliner Markt für Immobilieninvestments:
"Berlin bleibt Deutschlands größter Markt für Immobilien-Investments,"
beschreibt Aengevelt das Umsatzgeschehen am Berliner Investmentmarkt.
Das Transaktionsvolumen (inkl. Wohnanlagen und Mehrfamilienhäuser)
ging zwar nach vorläufigen Analysen von AENGEVELT-RESEARCH um rd. 10%
auf ca. € 3,65 Mrd. zurück (2000: € rd. 4,06 Mrd.), dennoch liegt
es mit deutlichem Abstand vor Frankfurt mit rd. € 2,2 Mrd.
(+ 2%) und München mit ca. € 2,1 Mrd. (+ 10%). Dabei
war der Bereich "Wohnanlagen und Mehrfamilienhäuser" mit rd.
€ 2,05 Mrd. auch 2001 wieder das größte Teilsegment (2000: ca.
€ 2,16 Mrd.). Der Teilmarkt "Büro- und Geschäftshäuser" erzielte
im letzten Jahr einen Geldumsatz von rd. € 920 Mio. und blieb
damit unter dem 2000er Wert (ca. € 1,12 Mrd.).
So wie alle bedeutenden inländischen institutionellen Investoren mittlerweile
mindestens "ein Bein" im Markt haben, steigt auch das Engagement ausländischer
Investoren weiter an.
Von großem Interesse ist dabei unverändert der Erwerb von Liegenschaften
mit Entwicklungspotential. Neben einer Vielzahl von klassischen Investmentobjekten
wie z.B. einem Büro- und Geschäftshausensemble am Kurfürstendamm vermittelte
AENGEVELT auch Sanierungs- und Entwicklungsobjekte auf der Friedrichstrasse,
wo bis zu 4.000 m² hochwertiger Bürofläche realisiert werden, sowie
ein Entwicklungsgrundstück in Tiergarten (ca. 4.000 m²). Außerdem vermarktete
AENGEVELT ein Wohnbauareal im Bezirk "Prenzlauer Berg", auf dem rd.
10.000 m² Wohnfläche realisiert werden. Ein besonderes Highlight war
zudem der Verkauf einer bebauten Liegenschaft aus dem Eigentum der Republik
Frankreich. Dabei handelte es sich um eine Residenz mit einer Grundstücksfläche
von rd. 4.000 m² in bester Lage von "Berlin-Reinickendorf".
Auch für 2002 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH angesichts der
exzellenten Entwicklungschancen und -perspektiven eine hohe Dynamik
am Berliner Investmentmarkt.
Dabei verfügt die Bundeshauptstadt im Gegensatz zu anderen Metropolen
(noch) über ein vergleichsweise großes Angebot adäquater Investmentobjekte
sowohl im gewerblichen als auch wohnwirtschaftlichen Bereich.
Der Berliner Markt für Einzelhandelsflächen:
"Das Tempo der Flächenexpansion ist in Berlin weiterhin hoch,"
skizziert AENGEVELT-RESEARCH die Entwicklungen am Berliner Markt für
Einzelhandelsflächen. Im Jahr 2001 vergrößerte sich die Verkaufsfläche
in der Bundeshauptstadt um ca. 110.000 m² auf einen Gesamtbestand
von nunmehr rd. 3,93 Mio. m².
Mit der Fertigstellung der "Spandau Arcaden" hat sich die Zahl der Shopping-Center
mit über 10.000 m² Verkaufsfläche in Berlin auf 24 erhöht. Das
neu gebaute Einkaufszentrum umfaßt ca. 125 Läden mit insgesamt ca. 33.000
m² Verkaufsfläche. Im Ostraum Berlins wurde mit dem "B1-Center"
eine neue Fachmarktagglomeration (Bau- und Möbelmarkt) mit ca. 20.000
m² Verkaufsfläche eröffnet. Auch in den Berliner Citylagen vergrößerte
sich mit dem Neu-, Um- und Ausbau von Einkaufszentren das Flächenangebot.
Der Einzelhandelsumsatz (ohne Kfz und Tankstellen) blieb im Jahr
2001 nach vorläufigen Angaben in der Bundeshauptstadt mit ca. € 13,9
Mrd. stabil. Entsprechend hat sich der Wettbewerb zwischen verschiedenen
Lagen und Handelsformen weiter verschärft. Die starke Nachfrage nach
Flächen in den Berliner Spitzenlagen hielt aufgrund der weitgehend stabil
hohen Passantenfrequenzen insbesondere seitens ausländischer Filialisten
an. Das trifft vor allem auf den Bereich "Tauentzien/Oberer Kudamm"
zu. Die Spitzenmiete für kleinteilige Ladenflächen bis ca. 100 m² zog
hier mit aktuell ca. € 204,50/m² im Vorjahresvergleich um rd.
5% an. Auf der "Schlossstrasse" (Steglitz) und in der "Friedrichstraße"
blieb das Mietniveau dagegen mit rd. € 107,- bis € 118,-/m² konstant.
Auch in den Kernbereichen der großen Berliner Geschäftsstraßen konnte
das Mietniveau meist gehalten werden. Allerdings sind in den Randbereichen
der Haupt- und Bezirkszentren sowie in Nebenstraßen in der Regel
Mietpreisrückgänge um 10% bis 15% zu beobachten.
Hier wie vor allem auch in den Wohngebietszentren und an den Hauptausfallstraßen
im äußeren Stadtbereich haben die Fluktuationsrisiken zugenommen.
Für 2002 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH bei anhaltend hoher
Nachfrage nach Einzelhandelsflächen in 1a-Lage ein weiter anziehendes
Mietpreisniveau in Spitzenlagen und einen analog zum bundesweiten
Trend zunehmenden Wettbewerbsdruck auf die Rand- und Nebenlagen.
Eine der Hauptaufgaben der Einzelhandelsspezialisten von AENGEVELT wird
in 2002 die Umsetzung des von ihnen für die "Karl-Marx-Allee" entwickelten
Einzelhandels- und Gastronomie-Konzepts sein. Bereits im Vorjahr konnten
hier zahlreiche Mietvertragsabschlüsse vermittelt werden. Einige weitere,
u.a. für das "Café Warschau", stehen in Kürze an und bestätigen damit
den Erfolg des Konzeptes.
Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt ist die Vermietung von rd. 37.000
m² Einzelhandelsfläche im "ZAS Zentrum Alter Schlachthof". Hier ist
AENGEVELT exklusiv mit der Vermarktung beauftragt.
Der Berliner Markt für Privatimmobilien:
"Der Trend zum Erwerb privat genutzter Wohnimmobilien - u.a. als
zusätzliche Säule der Altersvorsorge - hält auch in Berlin an."
Gleichzeitig verzeichnet AENGEVELT-RESEARCH die Herausbildung neuer
Trendquartiere. Dazu zählt beispielsweise der Stadtteil Prenzlauer Berg,
der bislang insgesamt noch als einfache Wohnlage definiert ist. Hier
registriert AENGEVELT eine starke, weiter zunehmende Nachfrage nach
Eigentumswohnungen in urbanen Wohnlagen im Süden des Stadtbezirks mit
direkter Anbindung an das Regierungsquartier.
Insgesamt zeichnet sich in Berlin nach Beobachtungen von AENGEVELT-RESEARCH
eine zunehmende Verschiebung bei der Bewertung von Wohnlagen durch einkommensstarke
Nachfragegruppen ab. Zukünftige Wohnbauprojekte werden diesen Trend
noch beschleunigen.
Für das neue Jahr zieht Aengevelt das Fazit:
"Zusammen mit der zusätzlichen nationalen und internationalen Schubkraft
Berlins als Bundeshauptstadt und Drehscheibe zwischen Nord und Süd,
West und Ost verleihen die milliardenschweren Investitionen der letzten
10 Jahre und die Großprojekte am "Alex", "Leipziger Platz" und in der
City-West der Hauptstadtregion in allen Immobiliensegmenten nachhaltig
vielfältige Impulse. Um diese auszuschöpfen bedarf es eines aktiven
professionellen und zukunftsorientierten Stadtmanagements und unabhängiger
Beratung. Grundsätzlich gilt: Berlin hat Perspektive!"
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