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Frankfurt, 23. September 1999
Der Büromarkt der EURO-Stadt Frankfurt/Main
Auch in Frankfurt setzt sich der bereits 1998 von AENGEVELT prognostizierte Aufwärtstrend am Markt für Büroflächen fort, obwohl der Flächenumsatz im 1.Halbjahr 1999 mit rd. 250.000 m2 etwas niedriger ausfiel als im Vorjahreszeitraum (1. Hj. 1998: ca. 290.000 m2). Bis zum Jahresende erwartet AENGEVELT indessen ein ähnliches Umsatzvolumen wie im Rekordjahr 1998: rd. 550.000 m2.
Dabei weist Frankfurt wie bereits in den Vorjahren eine Besonderheit bei den Flächenumsätzen gegenüber den anderen deutschen Bürozentren auf: Rd. die Hälfte der im 1. Halbjahr 1999 vermieteten Fläche waren wiederum Großabschlüsse über jeweils mehr als 5.000 m2, i.w. durch die Zusammenführungen mehrerer Standorte ortsansässiger Unternehmen zu einer unternehmensspezifisch maßgeschneiderten Büroimmobilie.
Die Angebotsreserve kurzfristig verfügbarer Büroflächen hat sich weiter reduziert und steht gegenwärtig bei rd. 520.000 m2 (1998: rd. 620.000 m2). Das sind rd. 5,5% (1998: ca. 6,7%) des Bestandes (rd. 9,4 Mio. m2), wobei insbesondere der Anteil leerstehender Neubauflächen deutlich gesunken ist. Er tendiert aktuell gegen 5% (1998: ca. 15%).
Insgesamt wird sich die Angebotsreserve weiter reduzieren. Dies ist u.a. auf das für 1999 von AENGEVELT prognostizierte Fertigstellungsvolumen von nur rd. 170.000 m2 neuer Büroflächen zurückzuführen, von denen bereits jetzt ein Großteil vorvermietet ist.
Der Vermietungsanteil der Frankfurter City blieb im 1. Halbjahr 1999 ungeachtet der großen Nachfrage nach den Bürolagen Bankenviertel, Westend und der Innenstadt aufgrund einer zunehmenden Angebotsverknappung deutlich hinter den 1998er Zahlen zurück. Für die Frankfurter City registrierte AENGEVELT-RESEARCH im bisherigen Jahresverlauf (1.Hj. 1999) nur rd. 28,0 % des gesamten Umsatzvolumens (Gesamtjahr 1998: rd. 47,6%).
Frankfurt weist die bundesweit höchsten Spitzenmietpreise für Büroflächen auf. Dieser Trend setzte sich auch im 1. Halbjahr 1999 fort. So steht das Spitzenmietniveau im Bankenviertel aktuell bei rd. DM 73,50/m2 (1998: rd. DM 65,-/m2), während sich die stadtweit gewichtete Durchschnittsmiete bei rd. DM 33,-/m2 (Vorjahr: rd. DM 30,-/m2) eingependelt hat. In der Frankfurter City registrieren wir die gewichtete Durchschnittsmiete aktuell mit rd. DM 52,-/m2. In der Bankenlage stieg sie gegenüber dem Vorjahr um etwa 10% auf rd. DM 54,50/m2, während sich das Mietniveau im Westend (rd. DM 42,-/m2) und in der Frankfurter Innenstadt (rd. DM 37,-/m2) gleichfalls nach oben, jedoch geringfügig schwächer entwickelt haben.
In den Außenbezirken Frankfurts stagnieren die Mietpreise 1999 weitgehend oder geben sogar nochmals leicht nach. Unter den dezentralen Bürozentren der preiswertesten Standorte ist momentan Eschborn. Hier steht die gewichtete Durchschnittsmiete bei etwa DM 20,- bis 21,-/m2.
Frankfurt hat sich durch die Ansiedlung der Europäischen Zentralbank weiter als europäische Finanzmetropole etabliert. Entsprechend registriert AENGEVELT als Hauptnachfragegruppe vor allem den Finanzdienstleistungssektors (Zuzug und Expansion), aber auch neu nach Frankfurt ziehende Unternehmen anderer Branchen, z.B. Software- und Medienunternehmen. Einige Beispiele für großflächige Vermietungen sind die Zürich Versicherung mit rd. 40.000 m2 im Bürostandort City-West, UBS Union Bank of Switzerland (Deutschland AG) mit einer vorab angemieteten Fläche von ca. 10.000 m2 im "Skylight" sowie der Bürodienstleister Regus mit rd. 2.650 m2 im "TRIANON". Dabei beschleunigt die zunehmende Verknappung an neuwertigen Büroflächen die verstärkte Vorvermietung in Büroprojekten wie bei UBS und ein vermehrtes Ausweichen der Mietnachfrage auf Nebenlagen oder durchschnittliche Mietobjekte.
Frankfurt - die EURO-Stadt im Aufwärtstrend!
Weitere Informationen:
AENGEVELT IMMOBILIEN KG
Thomas Glodek
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Heinrich-Heine-Allee 35
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