|
|
|
Leipzig, 20. Dezember 2001
AENGEVELT-RESEARCH: Jahresbilanz 2001
Leipzig:
verhalteneres Büromarktgeschehen in 2001
Der Leipziger Büromarkt erreichte im Jahre 2001 einen
Büroflächenumsatz von rd. 80.000 m². Er lag damit zwar
leicht über dem Ergebnis von 1999 (rd. 75.000 m²), jedoch deutlich unter
dem Wert des Vorjahres (2000: 115.000 m²), der allerdings stark durch
Vermietungen in der fertiggestellten "Media City" beeinflusst wurde,
auf die allein ein Umsatz von rd. 30.000 m² entfiel.
Ausschlaggebend für diese Entwicklung war u.a. die im Vorjahresvergleich
rückläufige Büroraumnachfrage insbesondere seitens Unternehmen der Internet-
und Kommunikationsbranche und die insgesamt geringe Zahl an Unternehmensneuansiedlungen.
AENGEVELT erzielte 2001 mit einer Vermietungsleistung
von rd. 24.000 m² Bürofläche wiederum einen herausragenden Marktanteil
von deutlich über 50% an den gesamten Maklervermittlungen.
Zu den Highlights zählte dabei u.a. die Vermittlung von rd. 1.300 m²
Bürofläche im "Seemann-Karree" an die RölfsWPPartner AG, eine der ältesten
und größten unabhängigen Beratungsgesellschaften in Deutschland. Im
gleichen Objekt vermittelte AENGEVELT neben zahlreichen weiteren Mietern
bereits ca. 2.500 m² Bürofläche an die Stadt Leipzig. Damit erreicht
das Seemann-Karree mit insgesamt rd. 21.000 m² modernster Nutzfläche
einen hervorragenden Vermietungsstand von gegenwärtig etwa 85%.
Weitere AENGEVELT-Erfolge waren 2001 die Vermietung von ca. 900 m² Bürofläche
an das Biotechnologieunternehmen Nimbus (verbunden mit weiteren Flächenoptionen)
sowie ca. 800 m² an das Deutsche Jugendinstitut DJI, jeweils im "Kontor
II", einem Büroobjekt der Allianz im "Grafischen Viertel", die Vermittlung
von zusammen weit über 1.000 m² Bürofläche in der Citylage "Thomaskirchhof
20" an das Unternehmen Sächsisches Kunstwerk, das Musikinstrumentenmuseum
der Universität Leipzig und die Schmidtbank sowie eines Mietvertragsabschlusses
über ca. 1.000 m² an das Biotechnologieunternehmen Injectile.
Hauptnachfragegruppen und -größen
Waren im Jahr 2000 die Medien noch Hauptnachfragegruppe mit einem
Anteil von rd. 51% am Büroflächenumsatz, wurden sie nach Analysen von
AENGEVELT-RESEARCH in 2001 von den unternehmensbezogenen Dienstleistern
(inkl. Anwaltskanzleien) mit einem Anteil von über 50% abgelöst.
Das Gros des Flächenumsatzes entfiel dabei nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH
auf kleinteilige Vermietungen der Größenordnung zwischen 100 und
500 m², während großvolumige Mietabschlüsse (> 3.000 m²) die Ausnahme
waren. Dazu zählten 2001 insbesondere rd. 6.600 m² Fläche in einem attraktiven
Neubau am Johannisplatz (City) für eine Praxisklinik mit angeschlossener
Kurzzeitpflegestation, in der hochspezialisierte Fachärzte tätig sind.
Angebotsreserve
Den Schwerpunkt des Büroflächenumsatzes bildeten im Jahre 2001 Flächenwechsel
bereits ansässiger Unternehmen und Einrichtungen, die angesichts
auslaufender Mietverträge Flächen-, Ausstattungs-, Lage- und Mietpreisoptimierungen
vornahmen. Aufgrund der geringen Nettoabsorption sank die kurzfristig
verfügbare Angebotsreserve nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH
bei einem gleichzeitig äußerst verhaltenen Neubaugeschehen nur langsam
auf insgesamt rd. 770.000 m² (2000: 800.000 m²). Die Leerstandsquote
reduzierte sich damit von ca. 24,2% im Vorjahr auf rd. 23,3% Ende
2001.
Mietpreise für Büroflächen in Leipzig
Das Mietpreisniveau in Leipzig hat sich stabilisiert, bleibt
dabei aber äußerst mieterfreundlich. Die gewichtete Spitzenmiete
stellt sich Ende 2001 wie im Vorjahr auf € 9,70/m² (DM 19,-/m²).
Das Gleiche gilt für die Durchschnittsmieten: in Citylagen
erreichen sie im Mittel konstant € 7,20/m² (DM 14,-/m²). Für
Objekte im Bereich Cityrand werden mittlere Mieten zwischen € 5,90/m²
(rd. DM 11,50/m²) und € 6,40/m² (DM 12,50/m²), in Nebenlagen von
ca. € 5,10/m² (rd. DM 10,-/m²) realisiert.
Prognose 2002:
Mittelfristig geht AENGEVELT-RESEARCH von einer Belebung des Marktgeschehens
am Leipziger Büromarkt aus - u.a. aufgrund von zu erwartenden Unternehmensansiedlungen
und damit einer zunehmenden Nachfrage externer Mietinteressenten insbesondere
im Zuge des Aufbaus des neuen BMW-Werkes. Für das kommende Jahr prognostiziert
AENGEVELT-RESEARCH einen wieder steigenden Büroflächenumsatz
von rd. 100.000 m².
Dabei zeichnet sich für 2002 eine weitere Stabilisierung der Mietpreise
ab, wobei für ausgesuchte Objekte und Lagen bereits wieder leicht steigende
Werte realistisch sind.
|