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Düsseldorf, 13. Dezember 2001
AENGEVELT-RESEARCH: Jahresbilanz 2001
Die Region Düsseldorf - Boomjahr 2001
Dank seiner ausgewogenen Branchenstruktur zeigt sich
der Büromarkt in der Region Düsseldorf von der rückläufigen Nachfrage
der "new economy" unbeeindruckt: während im Jahre 2001 in anderen
großen deutschen Bürometropolen das hohe Vorjahresergebnis nicht wieder
erreicht werden konnte, wurde in der Region Düsseldorf mit einem Büroflächenumsatz
(inkl. Eigennutzer) von rd. 407.000 m² das bisherige Rekordergebnis
des Vorjahres (ca. 359.000 m²) nochmals deutlich um über 13%
übertroffen.
Dabei konnte insbesondere die reine Vermietungsleistung mit rd.
367.000 m² Bürofläche gegenüber dem Vorjahr (2000: ca. 287.000
m²) um rd. 28% gesteigert werden. Davon entfielen ca. 289.000
m² auf das Stadtgebiet und rd. 78.000 m² auf das Umland
(Ratingen, Hilden, Neuss, etc.).
Lediglich die Flächenabnahme durch Eigennutzer fiel 2001 mit
rd. 40.000 m² Bürofläche geringer aus als im Vorjahr (2000: ca.
72.000 m²).
Zum Jahreswechsel 2001/2002 stehen laut AENGEVELT-RESEARCH noch größere
Mietabschlüsse an, die das Jahresendergebnis nochmals beeinflussen können.
AENGEVELT erreichte 2001 wiederum seinen traditionell herausragenden
Marktanteil von rd. 40% an den gesamten Maklervermittlungen und betreute
insbesondere die größten und wertvollsten Mietvertragsabschlüsse des
Jahres. Zu den Highlights zählte u.a. die Vermietung von rd. 16.000
m² Bürofläche in Düsseldorf-Mörsenbroich an die Dresdner Bank AG, die
hier das "Technik-Center Rheinland" errichtet hat. In dem gleichen Bürogebäude
vermittelte AENGEVELT außerdem ca. 2.750 m² Bürofläche und rd. 350 m²
Servicefläche an die Deutsche Krankenhausgesellschaft sowie weitere
ca. 3.000 m² an den BLB Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Damit ist
das Gebäude, dessen vorheriger Hauptnutzer die ARAG war, vollvermietet.
Ein weiterer Höhepunkt war die Vermittlung des langfristigen Mietvertragsabschlusses
durch AENGEVELT über rd. 15.000 m² Bürofläche im Projekt der Hines-Gruppe
"Benrather Karree" in der 1a-Bürolage "Bankenviertel" an die international
tätige Rechtsanwaltskanzlei Hengeler Mueller. Ebenfalls im "Bankenviertel"
- im "Neuen Stahlhof" - vermittelten die Düsseldorfer Immobilienprofis
weitere rd. 3.400 m² an die internationale Rechtsanwaltssozietät Shearman
& Stearling, die dort bereits im Jahre 2000 einen durch AENGEVELT vermittelten
Mietvertrag über ca. 3.000 m² abgeschlossen hatten und weiter expandierten.
Prognosegemäß erfolgte für den ersten Bauabschnitt des von AENGEVELT
betreuten IVG-Projektes "Global Gate" an der "Grafenberger Allee" zwei
Monate vor Fertigstellung die Vollvermietung der mehr als 10.000 m²
Mietfläche. Der zweite Bauabschnitt wurde im November diesen Jahres
begonnen und wird wiederum exklusiv von AENGEVELT betreut.
Verteilung der Büroflächenumsätze nach Branchen und Lagen
Hauptnachfragegruppen waren 2001 nach Beobachtungen von AENGEVELT-RESEARCH
Finanzdienstleister mit einem Anteil von rd. 29% am gesamten
Büroflächenumsatz (2000: ca. 17%) und unternehmensbegleitende
Beratungsgesellschaften (inkl. Anwaltskanzleien) mit rd. 24%
(2000: ca. 14%). Dagegen war die Nachfrage der "new economy" rückläufig:
auf die Bereiche Medien, Telekommunikation und EDV entfielen
2001 ca. 18% der Flächenumsätze (2000: ca. 40%). Knapp 10%
der Umsätze wurden von Einrichtungen der öffentlichen Hand getragen.
Schwerpunkte des Vermietungsumsatzes waren 2001 die Cityrand- und
Innenstadtbereiche (inkl. "Kennedydamm" und "Medienhafen"), auf
die zusammen ein Marktanteil von über 46% entfiel (2000: ca.
48%). In den traditionellen Düsseldorfer Citylagen (inkl. "Königsallee"
und "Bankenviertel") wurden knapp 10% aller Büroflächen umgesetzt
(2000: 9%). Auf die äußeren Bürozentren wie den linksrheinischen
"Seestern" entfielen zusammen knapp 23% aller Umsätze. Der Marktanteil
der Bürozentren im unmittelbar benachbarten Umland wie Neuss
und Ratingen war mit ca. 21% ähnlich hoch. Im Jahre 2000 entfielen auf
diese beiden Regional-Bereiche zusammen ca. 43% des Büroflächenabsatzes.
Vom Absatz profitierten insbesondere der linksrheinische Bürostandort
mit dem "Seestern" (über 40.000 m²) und der Citykern (inkl. "Königsallee"
und "Bankenviertel") mit ca. 36.500 m² Bürofläche. Auf die "Grafenberger
Allee" entfielen ca. 34.500 m², auf die "Medienmeile" im Hafen rd. 17.000
m² und auf den Bereich "Kennedydamm" ca. 20.200 m² Bürofläche.
Büroflächenfertigstellung und -angebot
Das Fertigstellungsvolumen in der Region Düsseldorf erhöhte sich
nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH 2001 gegenüber dem Vorjahr
deutlich auf rd. 220.000 m² neuer Bürofläche (2000: ca. 70.000
m²), von denen zum Jahreswechsel noch rd. 12% am Markt verfügbar
sind. Der Gesamtbüroflächenbestand in Düsseldorf hat damit erstmals
die 5 Millionen-Quadratmeter-Marke durchbrochen. Für 2002 geht
AENGEVELT-RESEARCH von einem etwas geringeren Fertigstellungsvolumen
von voraussichtlich 160.000 m² aus, von dem bereits rd. ein Drittel
vorvermietet ist.
Trotz des erhöhten Fertigstellungsvolumens reduzierte sich 2001
das kurzfristig verfügbare Flächenangebot im Vorjahresvergleich
um rd. 20% auf aktuell nur noch rd. 190.000 m² bzw. 3,7%
des Gesamtbüroflächenbestandes von ca. 5,1 Mio. m² (2000: 238.000 m²
bzw. 4,8% bei 4,95 Mio. m²).
Mietpreise für Büroflächen
Das Mietpreisniveau zog nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH in
Düsseldorf 2001 spürbar an: Die gewichteten Spitzenmieten erhöhten
sich im Jahresverlauf von knapp 21,00 €/m² (DM 41,-/m²) um fast 10%
auf rd. 23,00 €/m² (rd. DM 45,-/m²). Die mittleren Büromieten
in Citylagen stiegen ebenfalls - allerdings moderater - um fast
9% auf rd. 19,40 €/m² (rd. DM 38,-/m²). In Cityrandlagen
blieb das mittlere Mietpreisniveau mit ca. 14,30 €/m²
(ca. DM 28,-/m²) im Vorjahresvergleich stabil, während die durchschnittlichen
Mietpreise in den äußeren Bürolagen um 7% auf ca. 12,30
€/m² (ca. DM 24,-/m²) anzogen. Insgesamt hat sich die Mietpreisdifferenzierung
in Düsseldorf verstärkt.
Prognose 2002:
Die Dynamik am Düsseldorfer Büromarkt setzt sich auch 2002 angesichts
einer anhaltend hohen Büroflächennachfrage und zahlreicher
anstehender Flächenwechsel u.a. aus veralteten Büroobjekten - auf
die der Druck zunehmen wird - fort. Entsprechend prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH
für das kommende Jahr einen wiederum hohen - aber gegenüber den Rekordjahren
abflauenden - Büroflächenumsatz von mind. 300.000 m² für
die Region.
Dabei zeichnet sich auch in 2002 für moderne Büroflächen in besten
Lagen bei einem nach wie vor knappen Angebot ein weiteres
Anziehen der Mietpreise ab bei gleichzeitiger Mietpreis-Stabilität
bzw. evtl. leichter Einbußen am Cityrand und im Umland.
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