03. Juli 2001

Marktinformationen und Trends auf einen Blick:
Das DIP-Barometer ausgewählter deutscher Büromärkte

Erstmals präsentieren wir Ihnen das von AENGEVELT-RESEARCH entwickelte Büromarkt-Barometer, das aus den Berechnungen von Indexwerten ermittelt wird.
Das DIP-Büromarktbarometer zeigt auf der Basis von Indizes die Stellung der Büromärkte in Marktzyklen. Dargestellt werden die Abweichungen von einer ausgeglichenen Marktrelation zwischen Angebot und Nachfrage. Liegt ein Nachfrageüberhang vor, befinden sich Standorte in einer Hochphase, bei Angebotsüberhängen in einer Tiefphase.
In die Berechnung der Indexwerte gehen folgende Kennziffern ein:

  - Flächenumsatz
  - Nettoabsorption
  - Verfügbares Flächenangebot
  - Kurzfristig verfügbare Angebotsreserve
  - Notwendige Mobilitätsreserve
  - Fertigstellungsvolumen
  - Flächenbestand
  - Spitzenmiete
  - Mittlere Miete.

Dadurch sind - anders als bei der Berücksichtigung nur einer bzw. einiger weniger Kenngrößen - wesentlich exaktere Aussagen zur Situation und zukünftigen Trends an den jeweiligen Büromärkten möglich.



Zum Vergleich: Stand Ende 2000



Ergebnisse des DIP-Barometers, Stand: 30. Juni 2001

Der Umschlag in eine Marktphase mit einem Nachfrageüberhang und steigenden Mietpreisen ist für die DIP-Büromärkte (Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt a.M., Hamburg, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, München, Rostock, Stuttgart) insgesamt seit 1998 zu beobachten. Das Jahr 2000 war bislang das Boomjahr in dem jüngsten Marktzyklus. Nach den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2001 befinden sich die meisten Märkte weiter in einer ausgesprochenen Hochphase, auch wenn sich die DIP-Büromärkte bereits wieder leicht in Richtung eines ausgeglichenen Marktzustandes bewegen.

München ist zur Jahresmitte 2001 unverändert der Markt mit dem stärksten Nachfrageüberhang in Relation zum verfügbaren Angebot. Im Vorjahr waren die Ausschläge in Richtung Bürohoch in München allerdings noch wesentlich größer. Aufgrund der immer stärkeren Bautätigkeit zeichnet sich hier eine allmähliche Normalisierung ab.

Auch Stuttgart, Hamburg, Frankfurt a.M., Düsseldorf, Mannheim sowie Essen befinden sich in einer Entwicklungsphase mit aktuell sehr günstigen Marktrelationen zwischen Nachfrage und Angebot. In Stuttgart, Frankfurt und Mannheim haben sich indessen die positiven Indexabweichungen im Vorjahresvergleich merklich reduziert. Auch in Hamburg ist der Höhepunkt der jüngsten Wachstumsphase bereits überschritten. In Düsseldorf zieht der Markt dagegen noch leicht an.

Der Berliner Büromarkt hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich aus einer Phase mit strukturbestimmenden Angebotsüberhängen hin zu einer ausgeglichenen Marktposition verschoben. Das Ausmaß der positiven Indexveränderungen fiel allerdings im ersten Halbjahr 2001 im Vergleich zu den Vorjahren geringer aus.

In den neuen Ländern schreitet Magdeburg mit einem ausgeprägten Trend in Richtung ausgeglichene Marktrelationen deutlich voran. In Rostock ist der Trend derzeit eher gegenläufig. Leipzig befindet sich weiterhin in einer schwierigen Marktposition. Für eine deutliche Verbesserung der Indexwerte blieben hier die Umsätze im ersten Halbjahr 2001 hinter den Erwartungen zurück.


Weitere Informationen:
AENGEVELT IMMOBILIEN KG
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