|
|
|
Magdeburg, 15. Mai 2002
Dr. Wulff Aengevelt
Geschäftsführender Gesellschafter
AENGEVELT IMMOBILIEN KG
Ende der Konsolidierungsphase
an den Magdeburger Immobilienmärkten in Sicht
Im Katasteramtsbereich Magdeburg (inkl.
Jerichower Land) wurden im Jahr 2001 Immobilien im Wert von rd. €
314 Mio. transferiert. Gegenüber dem Vorjahr (€ 378 Mio.) bedeutet
dies einen Rückgang um 17%. Gleichzeitig ist damit nach Analysen von
AENGEVELT-RESEARCH die Konsolidierung an den Magdeburger Immobilienmärkten
weitgehend abgeschlossen. Neben der positiven Entwicklung des Büromarktes
belegen dies u.a. auch die stabilen Transaktionsvolumina im Bereich
der privaten Immobilien.
Grafiken
zum Grundstücksmarkt Magdeburg
Der Magdeburger Markt für bebaute Grundstücke
Das Segment für bebaute Grundstücke erzielte 2001 ein Transaktionsvolumen
in Höhe von rd. € DM 192,2 Mio. (2000: € 241,8 Mio.).
| - |
Davon entfielen auf den Bereich
der Mehrfamilienhäuser rd. € 17,3 Mio. (2000: €
22,9 Mio.). Dabei konzentrierte sich das Verkaufsgeschehens bei
einem anhaltend hohen Investoren-Interesse auf sanierungsfähige
Wohnanlagen vorwiegend aus den 30er Jahren.
Allein AENGEVELT vermittelte in diesem Segment in 2001
Liegenschaften mit mehr als 700 Wohnungen und einer Wohnfläche
von rd. 40.000 m².
Die Nachfrage resultierte entsprechend in einem deutlichen
Anstieg der mittleren Kaufpreise für Bestandsobjekte: so
erhöhten sich die durchschnittlichen Kaufpreise für Mehrfamilienhäuser
der Baujahre bis 1948 um nahezu 14% auf € 377,-/m²
(2000: € 332,-/m²). Für Wohnhäuser, die zwischen 1949 und 1990
errichtet wurden, verdreifachten sich die Werte nahezu auf
€ 659,-/m² (2000: € 225,-./m²). Allerdings ist hierbei anzumerken,
dass sich das Verkaufsgeschehen im Jahre 2000 im Bereich der Nachkriegsbauten
zu einem überdurchschnittlich hohen Anteil auf unsanierte Plattenbauwohnungen
konzentrierte. Insgesamt variieren die aktuell am Markt aufgerufenen
Kaufpreise für unsanierte Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen in
bevorzugten Wohngebieten objektabhängig zwischen € 165,-
und 250,-/m². |
| - |
Das Segment Ein- und Zweifamilienhäuser
präsentierte sich im letzten Jahr ausgesprochen robust: mit
einem Transaktionsvolumen von rd. € 51,5 Mio. wurde das
Vorjahresergebnis wieder nahezu erreicht (2000: € 53,8 Mio.).
Die Entwicklung der mittleren Kaufpreise stellte sich indessen
abhängig von Art und Baujahr der Liegenschaften differenziert
dar. So erzielten beispielsweise die "Ältesten" die höchsten realisierten
Durchschnittswerte: freistehende Einfamilienhäuser der "Altersklasse"
bis 1948 verzeichneten einen Anstieg um 24% auf € 1.789,-/m²
(2000: € 1.445,-/m²). Auch für Bestandsimmobilien der Baujahre
1949 bis 1990 zog der mittlere Kaufpreis - wenn auch etwas
moderater - um 14% auf € 1.775,-/m² an (2000: € 1.593,-/m²).
Die Preise für neuerbaute freistehende Einfamilienhäuser
gaben dagegen um nahezu 14% auf € 1.466,-/m² nach (2000:
€ 1.700,-/m²). |
| - |
Der Bereich Gewerbeimmobilien
und sonstige bebaute Liegenschaften erzielte 2001 nach Analysen
von AENGEVELT-RESEARCH einen Geldumsatz von rd. € 129,2 Mio.
(2000: ca. € 173,6 Mio.). Damit liegt das Ergebnis rd. ein
Viertel unter dem Vorjahreswert. |
Prognose AENGEVELT-RESEARCH:
| - |
Im Segment der Mehrfamilienhäuser
bleibt das Interesse von Projektentwicklern und Investoren an
sanierfähigen Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen angesichts attraktiver
Gewinnmargen und mittelfristig noch deutlich steigerbarer Renditen
von anfänglich 5 bis 6% auch 2002 weiterhin hoch. Das Erwerberinteresse
konzentriert sich dabei auf gewachsene Stadtquartiere an guten
bis sehr guten innerstädtischen Adressen. Insgesamt ist in diesem
Segment von einem stabilen bzw. tendenziell anziehenden Marktgeschehen
auszugehen. |
| - |
In den Bereichen Ein- und Zweifamilienhäuser
sowie Gewerbe- und sonstige bebaute Liegenschaften wird sich der
Umsatzverlauf voraussichtlich ebenfalls auf Vorjahresniveau stabilisieren.
|
Der Magdeburger Markt für Wohn- und Teileigentum
Das Segment Wohn- und Teileigentum erzielte mit einem Transaktionsvolumen
von rd. € 65,6 Mio. wieder das Vorjahresergebnis (2000: € 65,9
Mio.).
| - |
Dabei erhöhte sich der mittlere
Verkaufspreis für Neubauwohnungen gegenüber 2000 um
nahezu 7% auf € 1.464,-/m² (2000: € 1.372,-/m²). Auch für
sanierte Altbauwohnungen stieg der durchschnittliche Preis
im Vorjahresvergleich um 2,6% auf € 1.500,-/m² (2000: €
1.462,-/m²) zurück. |
Prognose AENGEVELT-RESEARCH:
Nach den steuerbedingten Überhitzungen und Marktverzerrungen der
letzten Jahre prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH für das Segment Wohn-
und Teileigentum analog zu den anderen Teilbereichen für 2002/2003
eine fortschreitende Stabilisierung sowohl hinsichtlich der Umsätze
als auch der Preisentwicklung.
Fazit:
Der Anfang der 90er Jahre eingeleitete Strukturwandel der in der Vergangenheit
überwiegend industriell geprägten Region Magdeburg zu einem der führenden
diversifizierten Wissenschafts-, Forschungs- und Tourismusstandorte
Mitteldeutschlands schreitet zügig voran. Gleichzeitig festigt sie
ihre Position als regionales Wirtschaftszentrum. Dabei gehen insbesondere
von Magdeburg als Landeshauptstadt und Sitz zahlreicher bedeutender
behördlicher Institutionen, universitärer Einrichtungen und privatwirtschaftlicher
Unternehmen wichtige Impulse für die erfolgreiche Entwicklung des
Gesamtraumes aus.
Hiervon profitieren auch die Immobilienmärkte. Mit der nun zunehmend
voranschreitenden Stabilisierung befindet sich die Region Magdeburg
angesichts ihrer hervorragenden Rahmenbedingungen in einer exzellenten
Ausgangsposition für die Erschließung ihrer vielfältigen immobilienwirtschaftlichen
Entwicklungsmöglichkeiten. AENGEVELT-RESEARCH resümiert:
Die Region Magdeburg hat Potential und Zukunft!
|