Grafiken
zum Büromarkt Magdeburg
Der Magdeburger Büromarkt zeigte im Jahr 2001 eine gute Performance.
Mit einem Büroflächenumsatz von ca. 30.000 m² lag das
Ergebnis zwar unter dem Vorjahreswert (2000: 41.000 m²), doch ist
dabei zu berücksichtigen, dass im Jahr 2000 rd. 20.000 m² des Umsatzes
durch Eigennutzer abgenommen wurden. Das Umsatzvolumen im Jahr 2001
resultiert hingegen nahezu ausschließlich aus Vermietungen, die damit
ihr Volumen gegenüber dem Vorjahr deutlich um über 40% steigern konnten.
Für 2002 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH einen auf rd. 35.000
m² anziehenden Flächenumsatz, der wie bereits im Vorjahr
nahezu ausschließlich durch Vermietungen erfolgt und damit eine erneute
Steigerung in diesem Segment bedeutet. Bereits im ersten Quartal
2001 registrierte AENGEVELT-RESEARCH mit rd. 8.500 m² vermieteter
Bürofläche eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (rd. 8.000
m²). Davon vermittelte allein AENGEVELT im genannten Zeitraum
rd. 5.000 m² Bürofläche, u.a. rd. 1.000 m² Bürofläche
im Neubau der "NordLB" am "Domplatz" an ein Assekuranz-Unternehmen.
Dabei wurde zum wiederholten Male ein Spitzenmietpreis von
€ 10,-/m² (gewichtete Spitzenmiete Anfang 2002: € 9,70/m²) erzielt,
der die von AENGEVELT prognostizierten erzielbaren Preissteigerungen
für Top-Bürolagen und -objekte bestätigt. Darüber hinaus vermittelte
AENGEVELT im Exklusivauftrag des Eigentümers in einem Objekt am Cityrand
einen langfristigen Mietvertrag über ca. 1.600 m² Bürofläche
an das "Berufsförderungswerk des Landes Sachsen-Anhalt". Damit
ist das Bürogebäude mit insgesamt rd. 3.000 m² Bürofläche vollvermietet.
Büroflächenumsatz nach Lagen, Branchen und Größen
Schwerpunkt des Marktgeschehens war 2001 die City mit einem
Flächenabsatz von rd. 12.100 m² (2000: 17.000 m²) bzw.
einem Umsatzanteil von rd. 41% (2000: ca. 42%). Auf
die Cityrandbereiche entfielen rd. 11.300 m² (2000:
22.000 m²). Dies entspricht einer Quote von 38%, 2000 waren
es noch rd. 54%. Dagegen konnten sonstige Stadtteillagen mit
einer Umsatzleistung von 6.400 m² (2000: 2.000 m²) ihren Anteil
auf rd. 21% (2000: ca. 5%) ausbauen.
Zu den Hauptnachfragegruppen am Magdeburger Büromarkt zählten
in 2001 wie im Vorjahr öffentliche Bedarfsträger mit einem
Anteil von rund einem Drittel an den Büroflächenumsätzen. Gemessen
an der Zahl der Mietabschlüsse entfiel die Hauptnachfrage indessen
auf unternehmensbezogene Dienstleister (u.a. Ingenieur- und
Planungsbüros). Allerdings handelte es sich dabei vorwiegend um kleinteilige
Flächen.
Entsprechend entfiel der Großteil des Büroflächenumsatzes mit
ca. 53% bzw. sogar ca. 90% der abgeschlossenen Mietverträge
auf Büroeinheiten unter 500 m² (2000: 71% des Büroflächenumsatzes
bzw. 91% der Mietverträge).
Die genannten Nachfragetrends setzen sich nach Beobachtungen von AENGEVELT-RESEARCH
auch 2002 fort.
Angebotsreserve
Der marktfähige Sockel der Angebotsreserve stellt sich Anfang
2002 auf rd. 140.000 m² Bürofläche (Anfang 2001: 145.000 m²)
bzw. eine Quote von rd. 14,7% des Gesamtbestandes (rd. 950.000
m²). Für 2002 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH u.a. angesichts
eines nur sehr geringen Fertigstellungsvolumens einen weiteren Abbau
der Angebotsreserve auf rd. 130.000 m² bzw. 13,4% des Gesamtbestandes.
Mietpreisniveau
Das Mietpreisniveau präsentierte sich in 2001 stabil mit ersten Steigerungstendenzen:
so erhöhten sich die gewichteten Spitzenmieten aufgrund erster
Angebotsverknappungen in ausgesuchten Citylagen gegenüber dem Vorjahr
leicht von € 9,20/m² auf € 9,70/m², Tendenz weiter leicht steigend
wie wiederholte Abschlüsse über jeweils rd. € 10,-/m² belegen. In
Cityrand- und Stadtteillagen blieben die Mieten mit durchschnittlichen
Werten von ca. € 5,10/m² bzw. € 4,10/m² stabil und damit
auf weiterhin sehr preisgünstigem Niveau.
Prognose 2002:
Auch 2002 wird das Umsatzgeschehen bei einer leichten Marktbelebung
vorwiegend von Flächenwechseln getragen. Vor diesem Hintergrund
prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH für das Jahr 2002 bei einem
Büroflächenumsatz von rd. 35.000 m² einen weiterhin
moderaten Abbau der Angebotsreserve.
Gleichzeitig zeichnet sich auch für 2002 eine klare Stabilisierung
der Mietpreise ab, wobei für ausgesuchte Objekte und Lagen weitere
Preissteigerungen realistisch sind.