18. Januar 2000

Marktbericht Frankfurt/Main 1999

Frankfurt/Main - EURO-Stadt im Aufwärtstrend

  • Der Frankfurter Markt für Einzelhandelsflächen

    Nach einem Transaktionsvolumen von ca. 4,5 Mrd. DM im Jahre 1998 wurde in Frankfurt/Main im vergangenen Jahr ein Geldumsatz aus Immobilienverkäufen von ca. 4,7 Mrd. DM erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von rd. 5,5%.

    Der Frankfurter Büromarkt
    In Frankfurt setzte sich der Aufwärtstrend am Markt für Büroflächen mit einem Gesamtumsatz von ca. 560.000 m2 (1998: 550.000 m2) eindrucksvoll fort. Rd. die Hälfte der vermieteten Fläche entfiel auf Großabschlüsse über jeweils mehr als 5.000 m2 . Für das Jahr 2000 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH trotz anhaltend hoher Nachfrage indessen einen Rückgang des Flächenumsatzes auf rd. 450.000 m2. Grund ist bei einer Reduzierung der Angebotsreserve im Jahre 1999 auf rd. 380.000 m2 (1998: rd. 620.000 m2) bzw. auf rd. 4% des Bestandes (1998: ca. 6,7%) u.a. die zunehmende Verknappung neuwertiger und preisattraktiver Büroflächen. Dies führt gleichzeitig zu einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Vorvermietungen bei neuen Büroprojekten: bereits jetzt sind zwei Drittel der bis zum Jahr 2001 fertiggestellten Büroflächen (rd. 340.000 m2) bereits vorvermietet bzw. entfallen auf Eigennutzer.

    Frankfurt weist die bundesweit höchsten Spitzenmietpreise für Büroflächen auf. Dieser Trend setzte sich auch 1999 fort. So hat sich das Spitzenmietniveau im Bankenviertel auf rd. DM 85,-/m2 (1998: rd. DM 65,-/m2) deutlich erhöht, während sich die stadtweit gewichtete Durchschnittsmiete bei rd. DM 33,-/m2 (Vorjahr: rd. DM 30,-/m2) eingependelt hat. In der Frankfurter City registriert AENGEVELT-RESEARCH die gewichtete Durchschnittsmiete mit aktuell rd. DM 54,-/m2. Auch im Westend (rd. DM 44,-/m2) und in der Frankfurter Innenstadt (rd. DM 37,-/m2) hat sich das gewichtete Mietniveau nach oben entwickelt.
    In den Außenbezirken Frankfurts stagnierten die Mietpreise 1999 weitgehend. Aufgrund der zunehmenden Büroflächenverknappung in den nachgefragten Innenstadtlagen sind für das Jahr 2000 aber zunehmend stärkere Nachfrageimpulse nach modernen Flächen auch in den Außenlagen und ein leichtes Anziehen der Mietpreise erkennbar.

    Der Frankfurter Markt für Immobilieninvestments
    Nach rückläufigen Umsätzen in den Jahren 1997 und 1998 hat die Investitionstätigkeit in der Region Frankfurt im Jahre 1999 wieder zugenommen. Nachgefragt werden vor allem Büro- und Geschäftshäuser in guten und besten Lagen. Die Anfangsrenditen sind dabei stabil. Sie liegen für Bürohäuser in 1a-Lage weiterhin bei rd. 5,0 bis 5,8%.
    Angesichts der hohen Mietnachfrage nach Büroflächen, insbesondere im Bankenviertel und Westend, sowie der rasanten Mietpreisentwicklungen in 1a-Lagen (+ rd. DM 20,-/m2 innerhalb eines Jahres) wird sich der positive Nachfragetrend im Investmentbereich auch im Jahre 2000 verstärkt fortsetzen. Indessen bleibt auch in Frankfurt/Main das Angebot qualifizierter Investmentobjekte knapp.

    Der Frankfurter Markt für Einzelhandelsflächen
    Die Frankfurter Innenstadt bleibt auch im Jahre 2000 ein gefragter Einzelhandelsstandort. AENGEVELT-RESEARCH registriert hier eine hohe Nachfrage nach Ladenlokalen an Top-Standorten und den Zuzug neuer Einzelhandelsgruppen, insbesondere auch internationaler Filialisten.
    Entsprechend hat sich das Spitzenmietniveau für Einzelhandelsflächen in 1a-Lage im Jahre 1999 auf ca. DM 330,-/m2 erhöht (1998: rd. DM 300,-/m2). Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbdrucks - auch ist die Entwicklung in den Nebenlagen gegenläufig: hier stellen sich die Schwerpunktmieten aktuell auf DM 80,- bis 120,-/m2.
    Grundsätzlich besteht indessen auch für die Frankfurter City die Gefahr von Nachfrageverschiebungen durch große Einzelhandelszentren im Umland. Die Realisierung verschiedener Geschäftsneubauten entlang der Zeil, am Steinweg und Rathenauplatz soll hier einem ”trading down” entgegengewirken.



    Aengevelt Immobilien KG
    Herrn Thomas Glodek
    Leiter Öffentlichkeitsarbeit
    Heinrich-Heine-Allee 35
    40213 Düsseldorf
    E-Mail: t.glodek@aengevelt.com
    Tel 0211/8391 - 307
    Fax 0211/8391 - 261