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20. Juni 2002
DIP-Halbjahresbilanz 2002:
Schnelle Marktkonsolidierung der deutschen Büromärkte
Mit der kontinuierlichen Beobachtung und Analyse ausgewählter Büromärkte
unterschiedlicher Größe in Ost- und Westdeutschland (siehe
Übersichts-Tabelle) bietet DIP Deutsche Immobilien-Partner
einen umfassenden Überblick zu Stand und Trends sowohl am deutschen
Gesamtmarkt als auch an Einzel-Standorten.
Das Ergebnis der DIP-Halbjahresbilanz 2002: insgesamt deutlich geringere
Büroflächenumsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum, ein relativ zügig
wachsendes Büroflächenangebot und zunehmender Druck insbesondere auf
die Spitzenmietpreise. Die Marktkonsolidierung an den deutschen Büromärkte
schreitet schnell voran - allerdings mit unterschiedlich starken Ausprägungen
in den Einzel-Märkten.
Das DIP-Barometer: Entwicklung
der deutschen Büromärkte
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| Stand 1. Halbjahr
2002 |
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| Zum Vergleich:
Stand 1. Halbjahr 2001 |
Rückläufige Büroflächenumsätze
Im ersten Halbjahr 2002 wurde in den 13 DIP-Büromärkten Berlin, Dortmund,
Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/M., Hamburg, Leipzig, Magdeburg,
Mannheim, München, Rostock und Stuttgart ein Büroflächenumsatz
(inkl. Eigennutzer) von rd. 961.500 m² erreicht, der damit
nahezu 40 % unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (1. HJ 2001: ca.
1.589.000 m²) liegt.
Die stärksten Nachfrageeinbrüche verzeichnen dabei die Standorte, die
in den letzten Jahren Boomzentren waren. So reduzierte sich der Flächenumsatz
in München mit rd. 185.000 m² auf nur noch gut ein Drittel
des Halbjahresergebnisses in 2001 (540.000 m²). Auch in Hamburg
und Frankfurt/M. blieb der Büroflächenabsatz deutlich unter dem Vergleichswert
des Vorjahres: die Hansestadt verzeichnete in den ersten sechs Monaten
dieses Jahres mit rd. 102.000 m² ein rd. 42% schlechteres Ergebnis
(1. HJ. 2001: 175.000 m²), während Frankfurt sogar einen Umsatzrückgang
um nahezu 60% auf rd. 150.000 m² hinnehmen musste (1. HJ 2001:
370.000 m²).
In anderen Bürohochburgen fiel der Umsatzrückgang deutlich geringer
aus: während Stuttgart mit rd. 61.000 m² knapp 19% unter
dem Vorjahreswert blieb (1.HJ 2001: ca. 75.000 m²), stellte sich der
Büroflächenumsatz in Düsseldorf nahezu stabil zum Vorjahr auf
rd. 130.000 m² (1. HJ 2001: ca. 135.000).
Berlin und Leipzig können im ersten Halbjahr 2002 mit
rd. 195.000 m² bzw. 38.000 m² sogar Umsatzsteigerungen
um 30% bzw. 15% vermelden. Allerdings ist dies in beiden Städten ausschließlich
auf eine hohe Flächenabsorption durch Eigennutzer zurückzuführen. In
Berlin waren es fünf Standortentscheidungen - dazu gehören die Dienstleistungsgesellschaft
ver.di, die Deutsche Bahn und der Verband der Rentenversicherer - mit
einem Umsatzvolumen von rd. 85.000 m² bzw. nahezu 44% des gesamten Büroflächenumsatzes
- ein überdurchschnittlich hoher Wert: in 2001 waren es insgesamt nur
ca. 43.000 m². Auch in Leipzig entfiel mit rd. 14.000 m² ein Anteil
von rd. 39% des gesamten Büroflächenumsatzes auf einen einzelnen Eigennutzer
aus dem Bereich der Bio-Medizin und war damit entscheidend für die Umsatzsteigerung
gegenüber dem ersten Halbjahr 2001.
Bis zum Jahresende 2002 geht DIP Deutsche Immobilien-Partner zwar von
einer allmählichen Umsatzbelebung aus. Das hohe Umsatzvolumen der Vorjahre
wird allerdings nicht erreicht: aufgrund der gegenwärtig erfassten Flächengesuche
zeichnet sich in den DIP-Märkten für 2002 ein Büroflächenumsatz
von insgesamt 2,3 bis 2,4 Mio. m² ab, im Vorjahr waren es noch
rd. 3,2 Mio. m².
Wachsende Angebotsreserven
Weiteres Kennzeichen der Marktkonsolidierung: Das am Markt verfügbare
Flächenangebot wächst in der derzeitigen Marktphase relativ schnell,
insbesondere aufgrund einer gegenwärtig hohen Neubautätigkeit. So hat
sich das kurzfristig verfügbare Büroflächenangebot in den 13
DIP-Märkten binnen Jahresfrist von rd. 3,4 Mio. m² um rd. 21,5%
auf aktuell nahezu 4,2 Mio. m² erhöht.
Am schnellsten vergrößerte sich das am Markt offerierte Flächenangebot
wiederum an jenen Standorten, die in der jüngsten Vergangenheit durch
Flächenknappheit geprägt waren. Auch hier ist München "Spitzenreiter":
Durch die Freisetzung interner "stiller" Flächenreserven, wachsende
Angebote zur Untervermietung vertraglich gebundener, aber aktuell nicht
mehr benötigter Mietflächen hat sich das Büroflächenangebot in München
von rd. 55.000 m² Mitte 2001 auf aktuell rd. 500.000 m² erhöht.
Die Leerstandsquote zog damit binnen Jahresfrist deutlich von
rd. 0,4% auf derzeit rd. 3,2% an, liegt aber weiterhin auf einem
vergleichsweise niedrigem Niveau.
Der in Relation zum gesamten Büroflächenbestand geringste Leerstand
findet sich aktuell mit 2,3% in Stuttgart (150.000 m²;
1. HJ 2001: 85.000 m²). Auch in Hamburg (3,1%), Essen (3,7%), Frankfurt
a.M. (3,4%) und Düsseldorf (4,1%) sind trotz Anstieg des
Büroflächenangebots gegenwärtig noch moderate Leerstandsquoten zu beobachten.
In Berlin haben sich Büroflächenangebot und Leerstandsquote mit
1,3 Mio. m² bzw. 7,4% gegenüber dem Stand Mitte 2001 zwar
verringert, tatsächlich ist aber seit Ende 2001 wieder ein leichter
Anstieg zu verzeichnen. Zu diesem Zeitpunkt stellten sich die Werte
nämlich noch auf 1,25 Mio. m² bzw. 7,2%.
Einzig in Leipzig und Magdeburg baut sich u.a. aufgrund
einer nahezu erliegenden Neubautätigkeit der hohe Angebotssockel weiter
ab, allerdings in nur geringem Tempo.
Insgesamt hat sich die mittlere Leerstandsquote in den DIP-Büromärkten
zwar von rd. 4,3% Mitte 2001 auf aktuell rd. 5,1 tendenziell
erhöht, liegt aber noch deutlich unter den Vergleichswerten Anfang der
zweiten Hälfte der 90er Jahre (um bzw. über 7%).
Mietpreisniveau - Spitzenmieten unter Druck
Im Zuge des wachsenden Angebots kurzfristig verfügbarer Büroflächen
und des derzeit geringen Nachfragedrucks vor allem auf Top-Immobilien
in besten Bürolagen gerät auch das Mietpreisniveau wie von DIP prognostiziert
unter Druck. So liegt die mit den Flächenumsätzen gewichtete Spitzenmiete
in den DIP-Märkten mit aktuell rd. EUR 27,50/m² um fast
16% unter dem Vergleichswert des Vorjahres (1. HJ. 2001: EUR 32,60/m²).
Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind Berlin und München.
Hier sank das Spitzenmietniveau binnen Jahresfrist um über drei EURO
auf EUR 27,-/m² bzw. EUR 31,50 (1. HJ 2001: EUR 30,70/m²
bzw. EUR 34,80/m²). In Frankfurt/M. liegt das aktuelle Spitzenmietniveau
mit EUR 47,50/m² zwar über dem Vergleichswert des Vorjahres (1.
HJ 2001: EUR 46,-/m²), allerdings stellte es sich noch Ende 2001 auf
EUR 49,60/m².
Auch die mittleren Mieten in City-Lagen haben in den DIP-Märkten
gegenüber Mitte 2001 deutlich nachgegeben: um 14% auf EUR 19,10
(1. HJ 2001: rd. EUR 22,20/m²).
Insgesamt blieb indessen das Mietpreisniveau in den meisten anderen
DIP-Büromärkten wesentlich stabiler, an einigen wenigen Standorten liegen
die Werte sogar noch merklich über dem Niveau zum Vergleichszeitpunkt
des Vorjahres. Das trifft z.B. in Düsseldorf auf das Spitzenmietniveau
mit rd. EUR 23,-/m² (1. HJ 2001: EUR 22,-/m²) sowie generell auf das
Mietniveau in der Stuttgarter City zu.
DIP Deutsche Immobilien-Partner
Mit einem Transaktionsvolumen in Milliardenhöhe und einem Vermietungsvolumen
von jährlich über 400.000 m² Gewerbefläche ist DIP Deutsche Immobilien-Partner
der mit Abstand umsatzstärkste Maklerverbund Deutschlands*. Dem
1988 gegründeten Verbund gehören die AENGEVELT IMMOBILIEN KG, das Bankhaus
ELLWANGER & GEIGER, ARNOLD HERTZ & Co, die FAY Grundstücks-, Verwaltungs-
& FinanzierungsKG, die BROCKHOFF & PARTNER IMMOBILIEN GmbH sowie als
Austrian Associate die SPIEGELFELD IMMOBILIEN GmbH aus Wien an.
* laut Makler-Ranking des IMMOBILIEN MANAGER, Ausgabe 9/2001, S. 11
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