DIP - Deutsche Immobilien-Partner

Deutsche Büromärkte auf Rekordjagd

2000 war ein Spitzenjahr für die deutschen Büromärkte: nach einem Umsatz von rd. 2,83 Mio. mē Bürofläche in 1999 wurde in den DIP-Büromärkten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, München, Stuttgart, Leipzig, Magdeburg, Mannheim und Rostock) im Jahr 2000 ein Zuwachs um über 22% auf 3,46 Mio. mē erzielt. Getragen wird diese Steigerung insbesondere von München, Frankfurt/M., Hamburg und Düsseldorf, wo jeweils ein neues Rekordergebnis erreicht wurde. Aber auch in den ost-deutschen Märkten Leipzig und Magdeburg haben die Flächenumsätze deutlich angezogen.

Besonders erfreulich ist dabei die von Aengevelt-Research ermittelte hohe Nettoabsorptionsrate, d.h. die für die Marktdynamik letztendlich entscheidende Entwicklung der zusätzlichen Flächeninanspruchnahme: Sie ist in den DIP-Büromärkten in diesem Jahr gegenüber 1999 ebenfalls deutlich um 11 Prozentpunkte auf 64% des gesamten Flächenumsatzes gestiegen.

Damit einher geht ein weiterer Abbau der kurzfristig verfügbaren Angebotsreserve insbesondere in München, Hamburg, Frankfurt/M. und Düsseldorf. Insgesamt hat sich die Angebotsreserve in den DIP-Büromärkten gegenüber 1999 deutlich um 19% auf ca. 3,6 Mio. mē Bürofläche reduziert. Gleichzeitig wird die Neubautätigkeit anziehen.

Büroflächenumsätze im Jahr 2000

Auf dem Münchner Büromarkt wurde in diesem Jahr nach Beobachtungen von Ellwanger & Geiger mit einem Flächenumsatz von rd. 950.000 mē ein neues, deutschlandweites Rekordergebnis erzielt, das das Vorjahresergebnis (1999: ca. 690.000 mē) um fast 38% übertrifft. Davon entfielen rd. 670.000 mē auf das Münchener Stadtgebiet (gut 70%) und mit ca. 280.000 mē ein wachsender Anteil (fast 30%) auf das Umland.

Auch in Frankfurt a.M. wurde nach Analysen von Aengevelt-Research in diesem Jahr ein neues Rekordergebnis mit einem Büroflächenumsatz von insgesamt rd. 700.000 mē erzielt, das den bisherigen Spitzenwert von ca. 550.000 mē in 1998 deutlich um über 27% übertrifft. Damit belegt die "Euro"-City klar den zweiten Platz vor Berlin und Hamburg.

Für Berlin registriert Aengevelt-Research einen hohen Gesamtumsatz von rd. 520.000 mē Bürofläche, der damit leicht über dem Vorjahresergebnis (1999: ca. 515.000 mē) liegt. Hervorzuheben ist dabei der deutlich gestiegene Mietflächenumsatz, der mit rd. 470.000 mē um gut 13% über dem Vorjahresergebnis (1999: ca. 415.000 mē) liegt. Dem gegenüber sank die Flächenabsorption durch Eigennutzer auf rd. 50.000 mē (1999: rd. 100.000 mē).

Ein deutliches Umsatzplus und damit ein neues Rekordergebnis erzielte in diesem Jahr Hamburg. Nach Analysen von Arnold Hertz & Co stieg hier der Gesamtumsatz auf ca. 515.000 mē Bürofläche und übertraf damit das Vorjahresergebnis (1999: rd. 430.000 mē) um knapp 20%. Eine anhaltend hohe Nachfrage belegt dabei die Vorvermietungsquote von bereits knapp 30% für die rd. 450.000 mē neue bzw. sanierte Bürofläche, die 2001/2002 auf den Markt kommen.

Auch in Düsseldorf hält die hohe Dynamik am Markt für Büroflächen an. Aengevelt-Research registrierte hier einen neuen Rekordumsatz von knapp 359.000 mē Bürofläche, der den bisherigen Spitzenwert aus dem Vorjahr (1999: rd. 310.000 mē) nochmals deutlich um fast 16% übertrifft. Getragen wird dieses Ergebnis von einer um 8% auf insgesamt 287.000 mē gestiegenen Vermietungsleistung (1999: ca. 265.000 mē) und einem Eigennutzeranteil von rd. 71.500 mē, der um fast 60% über dem Vorjahreswert liegt (1999: ca. 45.000 mē). Zum Jahreswechsel 2000/2001 stehen weitere Großabschlüsse an, die das Endergebnis nochmals beeinflussen werden.

In Stuttgart bleibt das Umsatzniveau mit rd. 200.000 mē nach Beobachtungen von Ellwanger & Geiger bei unverändert hoher Flächennachfrage gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil. Dies ist gleichzeitig das zweithöchste Ergebnis nach rd. 210.000 mē im letzten Jahr. Hintergrund für den leichten Umsatzrückgang im Jahr 2000 ist u.a. die weitere Verknappung marktgerechter Büroflächen bei einer Leerstandsrate von aktuell 1,6%.

Erfreulich das Ergebnis in Leipzig: Hier wurde nach Analysen von Aengevelt-Research mit einem Büroflächenumsatz von rd. 115.000 mē innerhalb der DIP-Märkte der zweitgrößte Zuwachs um rd. 53% gegenüber dem Vorjahr (1999: ca. 75.000 mē) erzielt. Hervorzuheben ist dabei die steigende Zahl der Neuansiedlungen insbesondere aus der I&K-Branche, die in 2000 bereits einen Anteil von über einem Drittel an den Gesamtumsätzen erzielten und damit die erfolgreiche Entwicklung Leipzigs zum modernen Medien-, Kommunikations- und Dienstleistungsstandort belegen.

Das größte Umsatzwachstum registrierte AENGEVELT-RESEARCH in Magdeburg. Hier stieg der Büroflächenumsatz um mehr als 60% gegenüber dem Vorjahr (1999: ca. 25.000 mē) auf rd. 41.000 mē.

Am Mannheimer Büromarkt hat sich der Flächenumsatz nach Beobachtungen der Fay Grundstücks-, Verwaltungs- und Finanzierungs KG in diesem Jahr ebenfalls auf rd. 35.000 mē gegenüber dem Vorjahr (1999: ca. 30.000 mē) erhöht..

Auch in Rostock hat der Büroflächenumsatz nach Analysen von Arnold Hertz & Co zugelegt und stellt sich in 2000 auf ca. 15.000 mē (1999: rd. 10.000 mē).

Umsatzprognose für das Jahr 2001

Die positive Entwicklung und Dynamik an den deutschen Büromärkten wird sich nach Einschätzung von DIP Deutsche Immobilien-Partner auch 2001 mit ähnlich hohen Umsätzen fortsetzen, auch wenn das Absatz-Niveau an vielen Standorten nicht ganz gehalten werden kann.

Hintergrund dafür ist nicht nur die starke Flächenverknappung in den großen Immobilienzentren mit Ausnahme Berlins, sondern weil wichtige expandierende Nutzergruppen aus den Bereichen der "new economy" im Zusammenhang mit der veränderten Situation auf den Aktienmärkten in eine Phase wirtschaftlicher Stabilisierung und Konsolidierung eintreten. Zudem haben zahlreiche Groß-nutzer für die nächsten Jahre eine vorerst ausreichende Flächenversorgung betrieben und keine namhafte Personalexpansion geplant.

Angebotsreserve Ende 2000

Im Zuge der anhaltenden Marktdynamik sinkt auch die Angebotsreserve an Büroflächen auf fast allen Märkten - zum Teil mit beachtlichem Tempo.

Dies trifft insbesondere auf den Raum München zu. Hier stellt sich die Büroflächenreserve auf aus immobilienwirtschaftlicher Sicht völlig unzureichende 50.000 mē (1999: rd. 250.000 mē) bzw. einen Anteil von rd. 0,3% (1999: 1,7%) des Gesamtbestandes.

Auch in Frankfurt a.M. hat sich die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve auf ca. 320.000 mē bzw. ca. 3,1% des Gesamtbestandes reduziert. Im letzten Jahr stellte sich die Angebotsreserve zu diesem Zeitpunkt noch auf rd. 450.000 mē bzw. 4,5%.

In Hamburg sank die Leerstandquote ebenfalls um 1,4 Prozent-Punkte auf gegenwärtig rd. 3,1% (1999: ca. 4,3%) des Gesamtbestandes. Das sind rd. 370.000 mē Bürofläche, 1999 waren es noch ca. 550.000 mē. D

Auch in Düsseldorf schmelzen die Angebotsreserven mit hoher Dynamik: das kurzfristig verfügbare Flächenangebot hat sich gegenüber dem Vorjahrzeitraum von ca. 320.000 mē auf rd. 238.000 mē verringert. Dies entspricht einer Leerstandsquote von rd. 4,8% (1999: 6,5%) des Gesamtbestandes.

In Berlin baute sich die Angebotsreserve im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7,8% auf nunmehr rd. 1.475.000 mē Bürofläche (1999: 1,6 Mio. mē) ab. Die Quote am Gesamtbestand sank damit auf ca. 8,6% (1999: rd. 9,4%).

In Stuttgart reduzierte sich Angebotsreserve ebenfalls deutlich auf rd. 100.000 mē Bürofläche (1999: ca. 145.000). Damit stellt sich die Leerstandsquote auf 1,6% des Gesamtbestandes. Im letzten Jahr lag die Quote noch bei rd. 2,6%.

In Leipzig beobachtet AENGEVELT-RESEARCH einen nur langsamen Abbau des hohen Angebotssockels. Dieser stellt sich aktuell auf rd. 800.000 mē Bürofläche (1999: ca. 820.000 mē) bzw. 24,2% (1999: 25%) des Büroflächenbestandes. Von einer weiteren Reduzierung ist aufgrund der nahezu eingestellten Neubautätigkeit auszugehen.

Die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve in Magdeburg stellt sich Ende 2000 auf ca. 145.000 mē Bürofläche. Dies entspricht einer Leerstandsquote von etwa 15,5% des Gesamtbestandes. Erhöht hat sich indessen der Sockel an alten Büroflächen, die ohne Komplettsanierung nicht mehr marktfähig sind.

Am Mannheimer Büromarkt hat sich die Angebotsreserve deutlich auf ca. 60.000 mē (1999: 82.000 mē). Damit stellt sich die Leerstandsquote auf rd. 3% des Gesamtbestandes (1999: ca. 4,1%).

In Rostock hat sich die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve auf 52.000 mē Bürofläche erhöht (1999: ca. 35.000 mē). Dies entspricht einer Leerstandsrate von rd. 7,5% des Gesamtbestandes.

 

Entwicklung der gewichteten Spitzenmietpreise für Büroflächen

Ausgelöst durch die hohe Dynamik in den DIP-Büromärkten hat an den meisten Standorten auch das Spitzenmietniveau insbesondere in Frankfurt a.M., München und Berlin weiter angezogen. Einzelne Abschlüsse in ausgewählten Top-Objekten des Frankfurter Bankenviertels haben die Schallmauer von DM 100,-/mē durchbrochen. In Berlin-Mitte erfolgten Einzelabschlüsse über DM 70,-/mē.

Die gewichtete Spitzenmiete liegt in Frankfurt aktuell bei ca. DM 85,-/mē (1999: DM 80,-/mē).

In München werden zur Zeit DM 65,-/mē realisiert (1999: DM 55,-/mē) und in Berlin ca. DM 60,-/mē (1999: DM 52,-/mē). Einen Anstieg der gewichteten Spitzenmiete auf DM 48,-/mē (1999: DM 46,-/mē) verzeichnet auch Hamburg. In Düsseldorf haben sich die gewichteten Spitzenmietwerte leicht auf rd. DM 41,-/mē (1999: DM 40,-/mē) erhöht. Im Bereich der Medienmeile im Düsseldorfer Hafen wurden vereinzelt aber bereits DM 43,-/mē erzielt. Auch in Stuttgart und Mannheim hat das Spitzenmietniveau auf DM 33,-/mē (1999: DM 31,-/mē) bzw. DM 28,-/mē (1999: DM 25,-/mē) angezogen. In Leipzig stellt sich die erzielbare Spitzenmiete stabil zum Vorjahr auf DM 19,-/mē. Weiter nachgegeben hat dagegen das Spitzenmietniveau in Magdeburg mit aktuell DM 18,-/mē (1999: ca. DM 20,-/mē) und in Rostock mit DM 20,-/mē (1999: DM 23,50/mē).

DIP Deutsche Immobilien-Partner

Mit einem Transaktionsvolumen in Milliardenhöhe und einem Vermietungsvolumen von jährlich über 400.000 mē (statt 300.000) Gewerbefläche ist DIP Deutsche Immobilien-Partner der mit Abstand größte Maklerverbund Deutschlands. Dem 1988 gegründeten Verbund gehören die AENGEVELT IMMOBILIEN KG, das Bankhaus ELLWANGER & GEIGER, ARNOLD HERTZ & Co, die FAY Grundstücks-, Verwaltungs- und Finanzierungs-KG, die Spiegelfeld Immobilien GmbH aus Wien als Austrian Associate und seit dem 01.02.2001 BROCKHOFF & Partner an.