EXPO REAL - München, 7.10.2009
Statement Dr. Lutz Aengevelt zur EXPO REAL 2009:
Mehr Dealmaker, mehr erste Reihe

Was wurde vor der EXPO REAL nicht alles hinsichtlich rückläufiger Aussteller- und Besucherzahlen orakelt. Und tatsächlich blieben Aussteller, Flächen und Fachbesucher deutlich unter dem Vorjahresrekord.
Zu bedauern ist das aus qualitativer Sicht nicht: Die sinkende Quote der in der Branche intern und respektlos als „Lachslutscher“ und „Prospektsammler“ bezeichneten diesmal Daheimgebliebenen ließ den Anteil der echten Dealmaker in diesem Jahr eindeutig steigen. Allein unser Haus hatte auf dem DIP-Stand an den beiden ersten Messetagen – die spontanen Standbesuche nicht mitgezählt –rund 300 feste Termine pro Tag bei hoher Termintreue. Weiterer Positiv-Effekt: Wohl aus Kostengründen kam die „erste Reihe“ und diese gleich zur Sache. Statt Geschwafel verlangten sie gradlinig konkrete Lösungen für ihre Probleme im An- und Verkauf. Unser Messemotto „Der vorbereitete Makler trifft den vorbereiteten Kunden“ wurde noch nie so umfassend erfüllt.
Stark nachgefragt wurden Immobilien-Investments bis 15 Millionen Euro, vor allem Wohnprodukte in den Top-Lagen. Auf der Nachfragerseite besonders aktiv: Family Offices, Private, opportunistisch und „klassisch“ aufgestellte offene und geschlossene Fonds.
Ein wichtiges Thema war „Nachhaltigkeit“, das allerdings auch Blüten trieb: Zahlreiche Betreiber von Voltaik-Anlagen und Eigentümer von Logistikanlagen sahen in der Vermietung von Logistik-Dachflächen für die Installation von Voltaik-Anlagen den großen Durchbruch – und wurden nicht müde, dies auch anzupreisen.
Weitere Sachthemen waren natürlich Fremdfinanzierungen und die konjunkturelle Entwicklung. Allerdings ist es noch zu früh, um zu sagen, ob die EXPO REAL „Aufbruch“ oder „Abbruch“ signalisiert. Fest steht: Auch wenn Konjunktur und Märkte allmählich wieder anziehen, werden viele Player im nächsten Jahr noch unter den Folgen der Geschäftsentwicklung in 2009 leiden.
Ein klares Fazit für die EXPO REAL lässt sich ziehen: Die Zeit der Messe-Schwafelei ist vorbei, ebenso wie die Zeit der Champagner-Parties!
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