Logistik – Leuchtturm für die Realwirtschaft
Presse

Düsseldorf, 20.5.2009

Dr. Lutz Aengevelt zur Logistik-Leitmesse „transport logistic“ in München:
Logistik – Leuchtturm für die Realwirtschaft

Impressionen von der
Impressionen von der "transport logistic 2009"

Die Logistikbranche ist ein „konjunkturelles Frühwarnsystem“, auch für den Immobilienmarkt: Im Gegensatz zu den langsamer reagierenden Büromärkten sind bei den Logistikdienstleistern Marktveränderungen aufgrund der unmittelbaren Verknüpfung mit Produktions- und Warenströmen schnell ablesbar, denn die Projektzeiten liegen meist unter 12 Monaten. Damit ist die Logistik ein „Leuchtturm“ für die Realwirtschaft und damit auch für den Logistikimmobilienmarkt. Entsprechend große Bedeutung hat die Logistik-Leitmesse, die alle zwei Jahre in München stattfindende „transport logistic“. In diesem Jahr zählte die Fachveranstaltung in der Zeit vom 12. bis 15. Mai rund 47.500 Besucher, genau so viel wie vor zwei Jahren. Die Zahl der ausstellenden Unternehmen stieg sogar um 11 Prozent auf 1.760 aus 55 Ländern.

Wer als Immobilienspezialist genau hinhörte, war positiv beeindruckt: Die Stimmung war verhalten positiv, vor allem bezüglich der relevanten Anforderungen an Logistikimmobilien. So stellt sich zum Beispiel die Auftragslage im Discount- und Lebensmittelbereich, aber auch in den Teilsegmenten Pharmazie, Kosmetik, Bio- und Wellness-Produkte angesichts steigender Verbrauchernachfrage durchaus positiv dar und zeigt entsprechenden Flächenbedarf bei geeigneten Logistikobjekten.

Logistik: Große Bedeutung für Wirtschaft und Immobilienmarkt
In Deutschland zählt die Logistikbranche mit einem jährlichen Umsatz um 200 Milliarden Euro und mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten zu den wichtigen Wirtschaftssektoren. Für den Immobilienmarkt hat das Logistik-Segment wachsende Bedeutung. Dies belegt u.a. eine während der Messe vom Fraunhoferinstitut, Nürnberg, vorgestellte Studie mit dem Titel „Logistikimmobilien in Deutschland“, in der das quantitative Volumen an Logistikflächen in Deutschland mit rund 330 Millionen Quadratmetern angegeben wird. Zum Vergleich: der Bestand an Büroflächen in Deutschland stellt sich nach Analysen von Aengevelt-Research auf rund 320 Millionen Quadratmeter.
 
Logistikimmobilien gewinnen auch als eigene Asset-Klasse an Bedeutung und werden neben Wohninvestments und Einzelhandelsobjekten derzeit stärker von Investoren nachge-fragt. Das hat zahlreiche gute Gründe. Logistikinvestments erzielen in den elf von Aengevelt-Research analysierten bedeutenden deutschen Logistikregionen Berlin, Bremen, Düsseldorf/Köln, Frankfurt/M. Hamburg, Hannover, Kassel, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart hohe Bruttoanfangsrenditen zwischen 7,4 und 8,4 Prozent. Büroinvestments in Citylagen der „Big Seven“ Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Köln, München und Stuttgart erreichen dagegen mittlere Anfangsverzinsungen von 5,2 bis 6,9 Prozent.
Zudem ist der durchschnittliche Anteil leerstehender Logistikflächen in den analysierten Regionen mit unter fünf Prozent sehr gering (z. Vgl. der mittlere Leerstand auf den 15 DIP-Büromärkten*: 9,1 Prozent). Geringe Angebotsüberhänge gibt es in Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf/Köln/Rhein-Ruhr und Leipzig, während die Regionen München und Frankfurt aufgrund zahlreicher spekulativer Projektentwicklungen eine Quote von acht bzw. zehn Prozent erreichen.
Ein weiterer Vorteil ist das weitgehend stabile Mietpreisniveau marktgerechter Logistikimmobilien. Dies ist auf die insgesamt dynamischen Wachstumsperspektiven der Logistikbranche ungeachtet aktuell eingetrübter Konjunkturaussichten zurückzuführen.
 
Das Themenfeld „Logistikimmobilien“ ist indessen hochkomplex. Flexibilität und Drittverwendungsfähigkeit, Expansionspotentiale, Standort und Infrastruktur entscheiden über Qualität und Erfolg der Immobilie und ihrer Nutzer. Deshalb sind sorgfältige Prüfung und Beratung durch unabhängige Spezialisten unerlässlich. Grundsätzlich gilt: Bei professioneller Realisierung sind qualifizierte Logistikimmobilien attraktive, erfolgreiche und damit begehrte und international handelbare Investmentprodukte.
 
* Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, München, Rostock, Stuttgart



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