Umsatzrekorde am Frankfurter Grundstücksmarkt
Presse

Frankfurt/M., 1.4.2008

AENGEVELT-RESEARCH:
Umsatzrekorde am Frankfurter Grundstücksmarkt

Grafiken zum Frankfurter Grundstücks- und Investmentmarkt

Der am Frankfurter Grundstücksmarkt allein durch Asset-Deals erzielte Geldumsatz erhöhte sich nach den bereits in 2006 erzielten Rekordwerten in 2007 nochmals um mehr als ein Drittel auf rd. EUR 7,7 Mrd. (2006: rd. EUR 5,7 Mrd.). Hinzu kommen Share-Deals, die vom Gutachterausschuss nicht erfasst werden (können), mit einem Gesamtvolumen von rd. EUR 1,4 Mrd. (2006: rd. EUR 1,3 Mrd.), so dass der Gesamtumsatz am Frankfurter Grundstücksmarkt sogar den Wert von rd. EUR 9,1 Mrd. erreicht (2006: rd. EUR 7 Mrd.). Ausschlaggebend für dieses all-time-high ist – neben dem erneuten Umsatzwachstum im Bereich der Wohninvestments - vor allem das wiederum markant gestiegene Transaktionsvolumen aus Verkäufen von Büroobjekten.


Von dem Transaktionsvolumen aus Grundstücksverkäufen (nur Asset-Deals) in Höhe von rd. EUR 7,7 Mrd. entfielen in 2007:
• rd. EUR 5,8 Mrd. auf bebaute Grundstücke
(2006: rd. EUR 4,2 Mrd.),
• rd. EUR 462 Mio. auf unbebaute Grundstücke
(2006: rd. EUR 281 Mio.),
• rd. EUR 526 Mio. auf Wohn- und Teileigentum
(2006: rd. EUR 623 Mio.)

Rekorde am Frankfurter Investmentmarkt

Am Frankfurter Investmentmarkt hat sich das Transaktionsvolumen aus reinen Objektverkäufen (Asset-Deals) 2007 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Es erreichte den Rekordwert von rd. EUR 6,7 Mrd. (2006: rd. EUR 4,5 Mrd.).
Zusammen mit den Share-Deals stellt sich der Geldumsatz am Frankfurter Investmentmarkt sogar auf bislang unerreichte rd. EUR 8,1 Mrd. (2006: ca. EUR 5,8 Mrd.).

• Auf dem Wohninvestmentmarkt erhöhte sich der Geldumsatz (nur Asset-Deals) um rd. 44% auf rd. EUR 920 Mio. (2006: rd. EUR 640 Mio.) – auch dies ein neuer Rekordwert! Die Zahl der Kauffälle stieg von 437 auf 502.
• Während dabei der mittlere Verkaufspreis pro Immobilie für reine Wohnhäuser leicht von rd. EUR 1,2 Mio. in 2006 auf rd. EUR 1,1 Mio. in 2007 nachgab, erhöhte er sich für Wohnhäuser mit einem Gewerbeanteil > 20% deutlich von EUR 1,9 Mio. je Erwerbsfall auf rd. EUR 2,9 Mio. im letzten Jahr.

• Ebenfalls um 44% erhöhte sich das Transaktionsvolumen im Segment der Büroobjekte: Hier erhöhte sich der Geldumsatz - ausschließlich Asset-Deals – von rd. EUR 3,4 Mrd. in 2006 auf rd. EUR 4,9 Mrd. in 2007. Auch der mittlere Verkaufspreis erhöhte sich bei 108 Verkäufen (2006: 94) von EUR 36 Mio. auf rd. EUR 45 Mio.
• Im Investmentsegment Handels- und Hotelimmobilien war der Geldumsatz dagegen um 27% rückläufig auf rd. EUR 189 Mio. (2006: EUR 259 Mio.).
• Im Segment Industrie- und Gewerbebauten stieg das kontrahierte Transaktionsvolumen von rd. EUR 207 Mio. in 2006 auf rd. EUR 298 Mio. im letzten Jahr.

Weiterhin dominierende Marktposition ausländischer Investoren
• Analog zum Vorjahr stellten ausländische Investoren die stärkste Nachfragegruppe am Frankfurter Markt für Gewerbeinvestments. Indessen war ihr Anteil mit rd. 70% am gesamten Investmentvolumen gegenüber 2006 um mehr als 10% rückläufig. Verringert hat sich hierbei insbesondere das Engagement US-amerikanischer Investoren. Ursächlich hierfür waren dabei u.a. nachlassende Leverage-Effekte. Demgegenüber treten nun verstärkt institutionelle Investoren anderer Nationalitäten in Erscheinung, z.B. aus den Niederlanden, Spanien, Australien, GB, Irland sowie Dänemark und Norwegen.
• Zugelegt haben auch inländische Investoren: Ihre Marktquote stellt sich 2007 auf rd. 29% nach rd. 20% in 2006. Erhöht hat sich u.a. das Engagement der Gruppe der Eigennutzer und Banken, aber auch insbesondere der Gruppe der Immobilien AG’s.

Renditen nachfragebedingt weiter rückläufig
• Wie von AENGEVELT-RESEARCH prognostiziert wurde im Jahresverlauf 2007 im aktuellen Investmentzyklus der Höhepunkt der Preisentwicklung erreicht.
• Büroobjekte bzw. gemischt genutzte Büro- und Geschäftshäuser in 1a-Lagen erzielten 2007 Bruttoanfangsrenditen zwischen 4,2% und 6,3%. Im Vergleich zum Vorjahr (ca. 5,2% bis 6,5%) zogen die Kaufpreisfaktoren damit per Saldo kurzfristig nochmals ungewöhnlich stark um rd. ein bis zwei Jahresnettomieteinnahmen an.
• In 1b-Lagen stellte sich die Bruttoanfangsrendite im Berichtsjahr 2007 auf Werte zwischen 6,2% und 7,5% (Vorjahr: 6,5% bis 8,0%). Die Vervielfältiger erhöhten sich um eine halbe bis eine Jahresnettomiete.
• Die Bruttoanfangsrenditen für Wohn- und Geschäftshäuser lagen bis Herbst 2007 in hochwertigen Lagen bei 5,0% bis 6,5%. Im mittleren bzw. einfachen Preissegment wurden Verzinsungen von ca. 5,5% und 7,5% realisiert. Auch in diesem Immobiliensegment wurde bis zum Herbst 2007 eine Erhöhung des Preisniveaus registriert.

Trends der Marktentwicklung
• Für 2008 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH eine Konsolidierung des Marktgeschehens: Nach den paket- und leveragegetriebenen Boomjahren 2006 und 2007 normalisiert sich das Investmentmarktgeschehen sowohl hinsichtlich der Transaktionsvolumina als auch der erzielbaren Kaufpreismulti-plikatoren.
• Für das laufende Investmentjahr prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH qualitätsabhängig in Top-Lagen stabile, in mittleren Lagen wieder ansteigende Renditen.
• Dabei werden innerhalb der Nachfragegruppen vor allem wieder eigenkapital-starke Investoren marktaktiv.



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