Düsseldorf, 8.5.2008

Wie prognostiziert liegt das Transaktionsvolumen am deutschen Investmentmarkt im ersten Quartal 2008 schätzungsweise rund ein Viertel unter dem Rekordwert des Vorjahreszeitraums. Dabei handelt es sich indessen nicht um den von manchen Marktteilnehmern befürchteten Absturz. Vielmehr ist der Rückgang des Umsatzvolumens im Vergleich zum Vorjahr vor allem auf eine Reduzierung des Angebotes zurückzuführen: Anfang 2007 wurden am deutschen Markt eine Reihe außergewöhnlich großer Portfolien verkauft. Seit Anfang 2008 halten sich potentielle Verkäufer dagegen noch zurück, da viele kurz- und mittelfristig wieder eine Veränderung der Preisentwicklung erwarten, nicht zuletzt aufgrund der auf rund drei Prozent gestiegenen Inflationsrate. Preissteigerungen sind indessen fraglich. Tatsächlich reduzierten sich die Kaufpreisfaktoren im Jahresvergleich bislang um durchschnittlich eine Jahreskaltmiete. Immobilientrophäen in besten Lagen werden hingegen weiterhin zu Faktoren bis über dem 20-fachen verkauft.
Ein weiterer Grund für die geringeren Umsatzvolumina sind die von den Banken im Zuge der internationalen Finanzkrise geforderten höheren Eigenkapitalquoten. Diese haben sich nach einer aktuellen Umfrage unseres Hauses je nach Bonität und Objektqualität um durchschnittlich 10 bis 15 Prozentpunkte auf 25 bis 35 Prozent erhöht.
Grundsätzlich ist das Interesse am deutschen Investmentmarkt unverändert sehr hoch. Erfreulich ist dabei – neben dem Wegfall der preistreibenden, leverage-orientierten Erwerber und Durchhändler mit nur marginalem Eigenkapitaleinsatz - der sich verstärkende Trend einer wieder wachsenden Nachfrage deutscher Investorengruppen. Vor allem deutsche Immobilienfonds und -AGs gehören zu den aktivsten Marktteilnehmern. Auch in der Gruppe der ausländischen Investoren gehört Deutschland 2008 weiterhin zu den wichtigsten europäischen Zielmärkten. Gute Aussichten also für den Markt.
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