Glanzvolle Madrider Immobilienmesse mit betretenen Gesichtern
Presse

Madrid, 11.4.2008

SIMA 2008:
Glanzvolle Madrider Immobilienmesse mit betretenen Gesichtern




Die SIMA in Madrid nimmt für sich in Anspruch, die größte Immobilienmesse der Welt zu sein. Mit mehr als 500 Ausstellern und über 100.000 Besuchern handelt es sich in jedem Fall um eine höchst imposante Veranstaltung.

Die Messe kommt bestens organisiert daher. Wer Cannes noch „in den Knochen“ hat, der wird in eine andere Welt versetzt: das Messegelände liegt verkehrsgünstig zwischen der Innenstadt und dem Flughafen. Kein Stau, kein Mangel an Verkehrsmitteln. Die Hallen und das ganze Gelände sind exzellent gepflegt, wirken aufgeräumt und freundlich. Die Messestände sind überwiegend von kundenfreundlicher Eleganz geprägt. Das Publikum wirkt konservativ, gepflegt, interessiert.

Die SIMA ist wohnungslastig mit Angeboten aus ganz Spanien, Portugal, Südamerika und – neuerdings – Südost-Europa. Entsprechend handelt sich eher um eine Besuchermesse als um eine Fachmesse. Allerdings ist seit dem vergangenen Jahr ein Trendwandel in Form vermehrter Angebote für Investoren und deren steigender Besucherzahl erkennbar. Auch auf unserem Stand interessierten sich unter Sicherheits- und Renditegesichtspunkten deutlich mehr private oder institutionelle Investoren als im letzten Jahr konkret für den deutschen Immobilienmarkt. Kein Wunder: Für den Gegenwert von zwei leeren Eigentumswohnungen in Madrid – und davon gibt es mittlerweile genug - kann man in Berlin oder Düsseldorf ein wert- und renditestabiles 6- bis 10-Familien-Haus kaufen. Das überzeugt!

Wer die Subprime-Krise sucht, muss nicht mehr den Atlantik überqueren. Der spanische Immobilienmarkt zeigt erhebliche analoge Schwächen: Die Hypothekar-Volumina machen rd. 60 % des nationalen BIP aus (in Deutschland ca. 40 %). Fast alle Hypotheken sind mit variablen Zinsen vergeben. Die Immobilienpreise haben sich in Spanien von 1997 bis 2007 um rd. 140 % erhöht (in Deutschland mehr oder weniger plus-minus Null). Das sind Blasen- und Krisenzeichen einer spekulativen, mit oft unseriösen Finanzierungsmethoden aufgeblähten Baukonjunktur. Entsprechend tief ist jetzt der Konjunktureinbruch. Man merkte es an der eingetrübten Stimmung und an einem Rückgang der Ausstellerzahl um 30 Prozent.
Entsprechend hoch ist das Interesse spanischer Kapitalanleger am robusten deutschen Immobilienmarkt.

Im vergangenen Jahr stellte sich das Transaktionsvolumen spanischer Investoren am deutschen Gewerbeinvestmentmarkt nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH auf etwa eine Milliarde Euro bzw. einen Anteil von rd. 1,5 Prozent. Nach den Messeerfahrungen auf der SIMA schätzen wir diesen Anteil für 2008 als stabil bis steigend ein. Zudem sind spanische Investoren inzwischen erkennbar auf dem Weg in die CEE-Immobilienmärkte.



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