Der Frankfurter Einzelhandelsmarkt bleibt solide
Presse

Frankfurt/M., 1.4.2008

AENGEVELT-RESEARCH:
Der Frankfurter Einzelhandelsmarkt bleibt solide

Grafiken zum Frankfurter Einzelhandelsmarkt

Die Mainmetropole ist das etablierte wichtigste Einkaufs- und umsatzstärkste Oberzentrum im Ballungsraum Rhein-Main. Das Einzugsgebiet umfasst neben der Stadtregion das gesamte südliche und mittlere Hessen sowie die Teilräume der angrenzenden Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

• Das erzielte Einzelhandelsumsatzvolumen erreichte im Jahr 2007 rd. EUR 4,2 Mrd. (2006: rd. EUR 4 Mrd.). Die Umsatzquote pro Einwohner erhöhte sich damit auf ca. EUR 6.500,- (2006: rd. EUR 6.000,-).
• Das lokale Kaufkraftniveau in Frankfurt ist ausgesprochen hoch. Der einzelhandelsrelevante Kaufkraftindex stellt sich auf. 107 (z. Vgl. Hamburg: 104; Berlin: 95; Köln: 106; München: 121; Düsseldorf: 112; Stuttgart: 108).
• Der Frankfurter Zentralitätswert (Relation Kaufkraft-Abfluss ins Umland zu Kaufkraft-Zufluss in die Stadt) stellt sich aktuell auf 118 (z. Vgl. Düsseldorf: 131; München: 128; Berlin: 109; Köln: 128; Hamburg: 118; Stuttgart: 130) und ist Beleg dafür, dass Frankfurt spürbar mehr Kaufkraft aus dem Umland bindet als im Gegenzug in Nachbarstandorte abfließt. Gleichzeitig zeigt sich, dass hinsichtlich der Zentralitätsrate – wie auch beim Kaufkraftniveau - im Vergleich mit anderen Großstädten noch Entwicklungspotentiale bestehen.
• Im Frankfurter Stadtgebiet stehen aktuell insgesamt nahezu 1 Mio. m² Verkaufsfläche (Vk) zur Verfügung. Dies entspricht einer vergleichsweise moderaten Flächenversorgung von rd. 1,5 m² pro Einwohner (z. Vgl. Düsseldorf: 2,2 m²/EW; Berlin: 1,3 m²/EW). Mit nahezu 300.000 m² befindet sich ein Großteil des Flächenangebots im Innenstadtbereich.

Standortabhängig steigende Mietpreise
• Ungeachtet des sich in der Region Frankfurt verstärkenden Konkurrenzdrucks am Einzelhandelsmarkt verhielt sich das Mietpreisniveau in der Frankfurter City stabil mit positiver Tendenz. Die Mieterfluktuation ist aufgrund von Flächenknappheit relativ gering. Die qualifizierte Flächennachfrage in der City übersteigt bei weitem das Angebot.
• Die Spitzenmietpreise für Einzelhandelsflächen in 1a-Lage (Zeil) variieren im kleinteiligen Angebotssegment (bis 100 m², EG) aktuell zwischen ca. € 200,- bis 225,-/m², in Einzelfällen werden hier auch darüber liegende Werte kontrahiert.
• Die Standortqualität der Luxuslage Goethestraße wurde durch das neue Parkhaus unter dem Goetheplatz noch weiter gesteigert. Die Goethestraße weist ein breites Spektrum der national und international bekannten hochpreisigen Anbieter auf. So bezog Gucci dort ein neues Ladenlokal und expandierte dabei seine Verkaufsfläche. Top-Mieten rangieren hier zwischen € 150,- bis 170,-/m².
• Während sich die die Stadtteillagen Sachsenhausen (Schweizer Straße) sowie Bornheim (Berger Straße) stabil bis positiv entwickelten und in wenigen Top-Bereichen sogar Spitzenmieten von ca. € 75,- bis 100,-/m² erreicht werden, ist für die Leipziger Straße in Bockenheim ein down-grading im Handel zu verzeichnen.

Trends der Marktentwicklung
• AENGEVELT registriert eine anhaltend hohe bzw. noch anziehende Nachfrage nach adäquaten EH-Flächen in den top Frankfurter Lagen u.a. seitens internationaler Filialisten.
• Entsprechend prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH, dass sich das Mietpreisniveau im Frankfurter Citybereich auch im laufenden Jahr positiv entwickelt. Dies gilt insbesondere für den Bereich der gebäudeseitigen und infrastrukturellen Aufwertungen der Zeil.
• Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage werden freiwerdende Flächen in guten bis sehr guten Geschäftslagen zügig absorbiert. Lediglich im nachgeordneten Lagesegment (2a/2b) sind standort- und objektabhängig vorübergehende, teils auch längere Leerstandszeiten nicht auszuschließen.
• Die Marktpotentiale sind angesichts der moderaten Zentralitäts- und Kaufkraftkennziffern noch ausbaufähig; wichtige Impulse werden hier von Projekten wie z.B. „PalaisQuartier“ ausgehen.



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