München, 8.10.2008

Dr. Lutz Aengevelt
Auf den ersten Blick scheint – ungeachtet der schlechten Nachrichten aus der Bankenwelt - alles in Ordnung auf der diesjährigen EXPO REAL: Eine leicht auf 1.850 gestiegene Ausstellerzahl mit rd. 11.000 m² mehr Ausstellungsfläche und eine zum Vorjahr stabile Besucherzahl von rd. 24.500 (2007: rd. 23.800). Wendet man die Zählweise der MIPIM an, erhöhte sich die Gesamtteilnehmerzahl sogar von 39.000 auf 42.000. Für das nächste Jahr zeichnen sich außerdem innovative Marketing- und Ausstellungsmaßnahmen ab. Auch die Grundstimmung ist durchaus positiv, das Interesse an deutschen Immobilien grundsätzlich ungebrochen. Konkret kommen jetzt die zum Zug, die zwischen 2005 und 2007 zu „langsam“ waren.
Auf den zweiten Blick: Unübersehbare Risse in der heilen Welt. Vereinzelte, kurzfristige Aussteller-Absagen und immer öfter – allerdings bislang noch hinter vorgehaltener Hand und nach konkreter Nachfrage - eingeräumte individuelle Finanzierungsprobleme. Die von den Banken geforderten Eigenkapitalquoten erhöhten sich bereits Ende letzten Jahres um 10 bis 15 Prozentpunkte auf 25 bis 30 Prozent. Mittlerweile werden bis zu 50 Prozent verlangt – falls die Banken selbst überhaupt noch die Refinanzierung hinbekommen. Damit wird – neben detaillierten Objektprüfungen, die die Nachhaltigkeit der Investments seriös belegen - Eigenkapital zum alles entscheidenden Faktor.
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