Presse

Magdeburg, 7.5.2007

AENGEVELT-RESEARCH:
Magdeburg: Attraktiver Einzelhandelsmarkt

Grafiken zum Magdeburger Einzelhandelsmarkt

Die Landeshauptstadt Magdeburg besitzt als modernes, hochattraktives Einzelhandelszentrum einen ausgezeichneten Ruf und zeichnet sich unverändert als bedeutendes, etabliertes Oberzentrum der Region aus.


• So zählt die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt seit Jahren zu den privilegierten Großstädten Deutschlands, die gemessen am Umsatzvolumen pro Einwohner überdurchschnittlich hohe Absatzkennziffern aufweisen. Mit rd. EUR 5.984,- je Einwohner rangiert die Landeshauptstadt vor der Mehrzahl der anderen ostdeutschen Großstädte. So liegen beispielsweise die Vergleichswerte von Halle (EUR 4.980,-/EW), Leipzig (EUR 5.107,-/EW) sowie der sächsischen bzw. thüringischen Landeszentralen Dresden (EUR 5.498,-/EW) und Erfurt (EUR 5.482,-/EW) markant unter der Magdeburger Umsatzmarke. Selbst die um ein Vielfaches größere Bundeshauptstadt Berlin verfügt in Relation zur Bevölkerungszahl mit EUR 5.337,-/EW nur über ein deutlich niedrigeres Umsatzniveau.
Auch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (EUR 5.164,-/EW) sind die Magdeburger Umsätze überdurchschnittlich hoch.
• Der im Magdeburger Einzelhandel generierbare jährliche Gesamtumsatz von aktuell rd. EUR 1,37 Mrd. (z.Vgl.: Rostock: rd. EUR 980 Mio.; Erfurt: rd. EUR 1,11 Mrd.; Würzburg: rd. EUR 1,23 Mrd.; Regensburg: rd. EUR 1,25 Mrd.; Mainz: rd. EUR 1,28 Mrd.) resultiert insbesondere aus der außerordentlich hohen Einzelhandelszentralität bzw. Kaufkraftbindung aus der Gesamtregion:
• Das aktuelle Zentralitätsniveau stellt sich auf 129. Das bedeutet, nahezu dreissig Prozent der Magdeburger Einzelhandelsumsätze sind gemessen im Saldo mit Kaufkraftexport aus der Stadt heraus auf Einkäufe von auswärtigen Besuchern zurückzuführen. Auch hinsichtlich dieser Marktrelationen überragt die Elbestadt deutlich die Vergleichsleistungen der meisten anderen deutschen Großstädte (zum Vergleich: Halle 108, Leipzig 110, Dresden 114). Selbst doppelt so große Oberzentren wie beispielsweise Hannover und Nürnberg weisen mit 136 bzw. 139 nur geringfügig höhere Zentralitätswerte auf.

Entwicklungsschwerpunkt City
• Zu den aktuellen markanten Projektentwicklungen in der City zählt das „Marietta-Quartier“ in bevorzugter Einkaufslage „Breiter Weg“. Hier wurde in kürzester Bauzeit ein fünfgeschossiger Neubau mit ca. 2.000 m² Büro- und rd. 5.250 m² Einzelhandelsnutzungen errichtet. Sowohl die Arrondierung des Areals als auch die langjährige Projektentwicklung des Standortes als auch die Vermarktung der Gewerbeflächen wurden über einen Zeitraum von über 6 Jahren exklusiv durch AENGEVELT erfolgreich durchgeführt.
• Daneben wurden im Berichtsjahr 2006 weitere nahezu rd. 10.000 m² marktfähige Verkaufsflächen im Zuge der Erweiterung des Einkaufszentrums „Allee-Center“ angebotswirksam.
• Zudem konkretisieren sich nach professioneller Vorbereitung nunmehr auch die Pläne zur Revitalisierung des seit Jahren ungenutzten Gebäudekomplexes „Blauer Bock“. Im frequenzstarken Kreuzungsbereich „Breiter Weg“/„Ernst-Reuter-Allee“ ist nach Abriss des Altbestands die Neuerrichtung von ca. 4.000 m² Einzelhandels- sowie rd. 6.000 m² Bürofläche geplant. Die Projektfertigstellung ist für Ende 2008 avisiert.
• Durch die aktuellen, vorrangig im City-Bereich erfolgenden Flächenerweiterungen wird sich der Gesamtbestand an Verkaufsflächen in Magdeburg im Jahresverlauf auf rd. 640.000 m² erhöhen. Hierdurch steigt der Flächenanteil der City auf ca. 145.000 m² bzw. 23% des Gesamtflächenbestands.
• Mit Realisierung der geschilderten Maßnahmen steigt die Ausstattung mit Handelsfläche je Einwohner in Magdeburg auf rd. 2,8 m², (zum Vergleich: Berlin: 1,3 m²/EW, Frankfurt/Main: 1,5 m²/EW, Düsseldorf: 2,2 m²/EW).

Mietpreisentwicklung
• Am Magdeburger Einzelhandelsmarkt wurden 2005 in bevorzugten Geschäftslagen größtenteils stabile, in einigen Lagen indessen tendenziell rückläufige Mietpreise beobachtet.
• So liegen die Spitzenwerte in 1a-Lage mit rd. EUR 65,-/m² über dem Vorjahreswert (2005: bis zu EUR 50,-/m² VK). Hier ist kurz- bis mittelfristig mit stabiler Nachfrage- und Preisentwicklung zu rechnen.
• Gemessen am Spitzenmietpreisniveau rangiert die Elbestadt damit indessen auch weiterhin spürbar hinter anderen deutschen Großstädten. Insofern sind die Preiskonditionen am Magdeburger Einzelhandelsmarkt - ungeachtet der ausgewiesenen überdurchschnittlichen Zentralitäts- bzw. Umsatzkennziffern – unverändert äußerst wettbewerbsfähig und ansiedlungsfreundlich.
• In frequenzbedingt nachgeordneten Citystandorten wie beispielsweise Nordabschnitt „Breiter Weg“ sowie „Hundertwasserhaus“ bewegen sich die Ladenmieten derzeit im Mittel zwischen EUR 18,- bis 22,50/m², in angrenzenden Standorten (z.B. Domviertel) zwischen rd. EUR 15,- bis 18,-/m². Auch in diesen Lagesegmenten bleibt das Mietpreisniveau für den laufenden Berichtszeitraum stabil.
• Marktüblich geringer sind die Einzelhandelsmieten in Cityrandbereichen bzw. Stadtteilzentren. Nachfragekonforme Ladeneinheiten werden hier standort- bzw. objektabhängig für durchschnittlich EUR 10,- bis 15,-/m², größtenteils um EUR 12,50/m² vermietet.
• Verkaufsflächen an frequenzstarken Ausfallstraßen werden für ca. EUR 11,-/m² gehandelt, in großflächigen Objekten (v.a. Fachmarktzentren) werden zwischen EUR 6,- bis 10,-/m² realisiert.
• Parallel zum weitgehend stabilen Nachfrage- und Preisniveau und zum Ausbau des marktfähigen Flächenangebots in 1a-Geschäftslagen verstärkt sich der Wettbewerbsdruck zulasten gering frequentierter Lagen sowie nachfrageinadäquater Objekte. Infolgedessen sind im aktuell laufenden Berichtszeitraum insbesondere in Neben- bzw. Randlagen tendenziell zunehmende Nutzerfluktuationen, wachsende Angebotsüberhänge bzw. längere Vermarktungszeiten sowie eine weitere Spreizung der Mietpreisspanne nicht auszuschließen.



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