Düsseldorf, 2.7.2004
Grafiken zur Entwicklung der Büroflächenumsätze und Mietpreise am Düsseldorfer Büromarkt
Mit einem Büroflächenumsatz (inkl. Eigennutzer) von rd. 77.100 m² (Stand: 30. Juni 2004) erreicht die Region Düsseldorf das Vorjahresniveau (1. Hj 2003: rd. 82.000 m²). Und das, obwohl die Standortentscheidung von C&A mit insgesamt ca. 29.000 m² Bürofläche zugunsten des Kaufring-Areals am Düsseldorfer Flughafen von AENGEVELT-RESEARCH noch nicht mitgezählt wurde.
Für das Gesamtjahr 2004 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH einen Büroflächenumsatz von mindestens 250.000 m² (2003: 262.000 m²), der damit über dem 10-jährigen Mittel liegt und den Status des Düsseldorfer Büroflächenmarktes als Stabilitätsinsel bestätigt.
Hoher Anteil großvolumiger Abschlüsse
Insgesamt entfielen rd. 55.600 m² bzw. 72% des gesamten Büroflächenumsatzes in der Region auf größerflächige Mietvertragsabschlüsse (>1.000 m²). Betrachtet man ausschließlich das Stadtgebiet stellte sich der Anteil in diesen Flächensegmenten auf rd. 37.000 m² bzw. 63%.
Verteilung der Büroflächenumsätze nach Lagen
Von dem Büroflächenumsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres entfielen ca. 59.200 m² bzw. rd. 77% des Gesamtabsatzes auf das Stadtgebiet (1. Hj. 2003: 65.800 m² bzw. 80%). Im Umland mit Ratingen, Hilden, Neuss etc. waren es 17.900 m² bzw. 23% (1. Hj. 2003: ca. 16.200 m² bzw. 20%).
Schwerpunkte des Büroflächenumsatzes innerhalb des Stadtgebietes sind die Cityrandbereiche (inkl. “Grafenberger Allee“, “Kennedydamm“, “Hafen“): auf sie entfielen mit rd. 30.500 m² etwa 40% des Gesamtbüroflächenumsatzes (1. Hj. 2003: 28.000 m² bzw. 34%). Der Büroflächenumsatz in den Stadtrandbereichen bleibt mit rd. 24.000 m² unter dem Vorjahresniveau (1. Hj. 2003: 31.400 m² bzw. 38%). Genauso wie der Citykern (inkl. “Königsallee“, “Bankenviertel“) mit rd. 4.600 m² (1. Hj. 2003: rd. 6.400 m²).
Insgesamt war das nördliche Stadtgebiet mit einer Umsatzleistung von rd. 18.500 m² ein Schwerpunkt des Vermietungsgeschehens im ersten Halbjahr 2004.
Verteilung der Büroflächenumsätze nach Branchen
Die Branchen Medien, EDV, IT erreichen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Anteil von rd. 23% am gesamten Büroflächenumsatz (1. Hj. 2003: 44%). Größte Nachfragegruppe mit rd. 35% sind bislang die “sonstigen Nutzer“, in die vor allem Verkehrs-, Industrie- und Handelsunternehmen einfließen (1. Hj. 2003: 24%). Beratende und soziale Dienstleister liegen mit rd. 32% deutlich über dem Vorjahreswert (1. Hj 2003: ca. 19%). Die öffentliche Hand verbleibt mit 5% auf dem Vorjahresniveau (1. Hj. 2003: 4%), während die Finanzdienstleister mit rd. 5% einen rückläufigen Wert erzielten (1. Hj. 2003: 9%).
Büroflächenangebot
Im ersten Halbjahr 2004 belief sich das Fertigstellungsvolumen auf rd. 83.400 m² neuer Bürofläche (1. Hj. 2003: rd. 75.000 m²). Zu den markanten Fertigstellungen zählen dabei u.a. das Objekt der Commerz Leasing mit rd. 23.000 m² in der Mercedesstraße und die Liegenschaft der Apotheker- und Ärztebank am Bürostandort “Seestern“ mit rd. 28.000 m².
Für 2004 geht AENGEVELT-RESEARCH insgesamt von einem Fertigstellungsvolumen von rd. 100.000 m² aus, das damit deutlich unter dem Vorjahreswert liegt (2003: ca. 250.000 m²). Hiervon sind bereits über 70% der Flächen vertraglich gebunden.
Die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve (bezugsfähig in 3 Monaten) hat sich gegenüber Mitte 2003 von rd. 620.000 m² auf aktuell rd. 900.000 m² erhöht. Dies entspricht einer Leerstandsquote von 13,7% (1. Hj. 2003: rd. 10%). Bis zum Jahresende wird die Angebotsreserve angesichts des moderaten Fertigstellungsvolumens bei gleichzeitig hoher Vorvermietungsquote nur noch geringfügig steigen.
Mietpreise für Büroflächen
Ungeachtet des deutlich gestiegenen Angebotssockels präsentiert sich die gewichtete Spitzenmiete in Düsseldorf nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH weitgehend stabil: sie hat binnen Jahresfrist moderat auf aktuell EUR 21,-/m² nachgegeben (1. Hj. 2003: EUR 22,-/m²). Deutlicher fällt der Rückgang bei der mittleren Miete in Citylagen aus: sie stellt sich aktuell auf EUR 16,-/m² (1. Hj. 2003: EUR 19,-/m²).
Stabil präsentiert sich auch das Mietpreisniveau an den meisten etablierten Bürostandorten. Dabei sind die Mietpreise insgesamt im bundesweiten und internationalen Vergleich moderat und bieten damit einen gravierenden Standortvorteil.
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