5.10.2000
Düsseldorf boomt weiter!
Ein Anstieg des Büroflächenumsatzes gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über neun Prozent, eine anhaltend hohe Büroflächennachfrage, weiterer Abbau der Angebotsreserve und ein stabiles Mietpreisniveau - das sind die Merkmale des Düsseldorfer Büromarktes zum Ende des III. Quartals 2000.
Büroflächenumsatz bis Ende September 2000. Die Umsatzdynamik am Düsseldorfer Büromarkt ist ungebrochen. Nach Beobachtungen von AENGEVELT-RESEARCH wurde bis Ende September 2000 ein Büroflächenumsatz von ins-gesamt rd. 175.000 m² erzielt (zum Vgl. Sept. 1999: rd. 160.000 m²). Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von rd. 9,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Davon entfallen ca. 161.500 m² auf das Stadtgebiet und rd. 13.500 m² auf das Umland (Neuss, Ratingen, etc.). Von dem Absatz profitierten insbesondere der linksrheinische Bürostandort "Seestern" mit einem Umsatz von über 30.000 m² Bürofläche, die "Medienmeile" im Düsseldorfer Hafen mit rd. 14.300 m², der Bereich "Kennedydamm" mit ca. 27.400 m² und die "Grafenberger Allee" mit knapp 13.000 m². AENGEVELT hält dabei traditionell einen Anteil an den gesamten Maklervermittlungen von 35 bis 45%.

Büroflächenumsatz bis zum Jahresende 2000 - Prognose
Zum Jahreswechsel 2000/2001 stehen noch verschiedene Großabschlüsse an, die das Ender-gebnis beeinflussen werden. Nach Prognosen von AENGEVELT-RESEARCH wird in der Region
Düsseldorf ein Büroflächenumsatz von mindestens 250.000 m² erzielt. Damit liegt das Gesamt-ergebnis in der Nähe des Vorjahres-Rekordes (1999: rd. 265.000 m²).
Angebotsreserve
Im Zuge der hohen Büroflächenumsätze hat sich die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve in Düsseldorf deutlich verringert. Sie steht nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH aktuell auf ca. 284.000 m² (zum Vgl. Sept. 1999: ca. 320.000 m²). Das ist ein Anteil von 5,8% an dem Gesamtbestand in Höhe von rd. 4,9 Mio. m² Bürofläche (zum Vgl. Sept. 1999: 6,5% bei einem Bestand von ca. 4,85 Mio. m²).
Verteilung des Flächenumsatzes nach Teilräumen
Der Schwerpunkt des Flächenumsatzes lag auch in 2000 bislang wieder im Bereich Stadt-rand/Umland. Hier wurden knapp 47% der Umsätze realisiert. Im Vorjahr lag das anteilige Umsatzvolumen zu diesem Zeitpunkt allerdings sogar bei über 50%. Die City (inkl. Bankenviertel u. Königsallee) konnte im Vorjahresvergleich aufgrund einer leichten Entspannung der Angebotssituation deutlich zulegen. Rund 13,6% des Flächen-umsatzes wurden bislang hier abgeschlossen, im Vorjahr waren es gerade 6%.
Auf die Cityrandbereiche (inkl. Hafen/Medienmeile) entfielen im Vorjahr rd. 43% des Um-satzes, in 2000 bislang knapp 40%.

Flächenumsätze nach Branchen
Hauptnachfragegruppen sind auch in diesem Jahr nach Beobachtungen von AENGEVELT-RESEARCH bislang die I&K-Branche, Telekommunikation, unternehmensbegleitende Berater, Medien und Werbung, E-Commerce, Finanzdienstleister und Anwaltssozie-täten.
Mietpreisentwicklung
Das Mietpreisniveau in Düsseldorf zeichnet sich durch hohe Stabilität aus, ist aber im Vergleich zu anderen deutschen Bürozentren weiterhin moderat.
Das gewichtete Spitzenmietniveau in Top-Lagen (Königsallee u. Bankenviertel) stellt sich wie im Vorjahr unverändert auf rd. DM 40,-/m². Das mittlere Mietniveau hat sich im Vorjahresvergleich geringfügig auf DM 27,-/m² erhöht (zum Vgl. Sept. 1999: DM 26,50/m²).
In der City registriert AENGEVELT-RESEARCH aktuell eine Mietpreisspanne von DM 35,00 bis 40,00/m², am Bürostandort "Seestern" zwischen DM 24,00 und 29,50/m² und am Kennedydamm zwischen DM 24,00 und 34,00/m². Im Umland stellen sich die Mietwerte auf DM 19,00 bis 25,00/m². Die Medienmeile im Düsseldorfer Hafen weist eine Mietpreisspanne von DM 33,00 bis 36,00/m² auf. Hier wurde aber bereits mit Einzelabschlüssen über DM 43,00/m² die stadtweite Spitzenmiete erzielt.

Büroflächenfertigstellung
Das Fertigstellungsvolumen für Büroflächen stellt sich in Düsseldorf bis Ende 2000 nahezu unverändert zum Vorjahr auf rd. 54.000 m² (1999: ca. 55.000 m²). Im Jahre 2001 wird der Gesamtbestand durch den Zugang von etwa 145.000 m² neuer Bürofläche erstmals die 5 Millionen-Quadratmeter-Grenze durchbrechen.
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